„Locker vom Hocker zum Land“Hendrik Wüst (CDU) im RTL WEST Sommerinterview – Gespräch mit dem NRW-Ministerpräsidenten

von Jörg Zajonc und Vanessa Nikić

Wohin geht die Reise mit der CDU? Diese Frage stellt sich nicht nur mit Blick auf Bundeskanzler Friedrich Merz. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) steht immer wieder im bundespolitischen Fokus. Gleichzeitig wird in Nordrhein-Westfalen am 25. April 2027 ein neuer Landtag gewählt. Im RTL WEST Sommerinterview spricht Wüst über seine politische Zukunft, hohe Spritpreise und Migration.

Wüst fordert Entlastung bei Spritpreisen

Die hohen Preise an den Tankstellen beschäftigen derzeit viele Autofahrer. Wüst fordert deshalb eine schnelle Entlastung und bringt Änderungen bei Energie- oder Mehrwertsteuer ins Gespräch. „Es kann ja nicht sein, dass der Staat sich noch daran bereichert über die Steuern und Abgaben, wenn die Preise so hochgehen“, sagt der Ministerpräsident im RTL WEST Sommerinterview. Bund und Länder arbeiteten nach seinen Angaben an einer Lösung. Für Wüst ist dabei entscheidend, dass eine mögliche Entlastung tatsächlich bei den Autofahrern ankommt. Auch die Mineralölkonzerne müsse man deshalb im Blick behalten. NRW bezeichnet Wüst als „Pendlerland“. Gerade hier seien viele Menschen auf ihr Auto angewiesen.

Klare Position bei straffälligen Ausreisepflichtigen

Auch die Migrationspolitik ist Thema im Sommerinterview. Wüst fordert Konsequenzen für Menschen ohne Bleiberecht, die Straftaten begangen haben. „Wer straffällig geworden ist, muss dieses Land verlassen“, sagt der CDU-Politiker. Kommunale Sonderwege zur Integration von straffällig gewordenen Ausreisepflichtigen lehnt er ab. Auch für Geflüchtete formuliert Wüst Erwartungen. Wenn Krieg und Vertreibung beendet seien, müsse grundsätzlich eine Rückkehr erfolgen. Wer dauerhaft in Deutschland bleibe, müsse sich an die geltenden Regeln halten.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Vom Landtag ins Kanzleramt?

Und dann ist da noch die Frage nach Berlin. Folgt Wüst auf Merz? Der NRW-Landesvater erklärt: Statt über Personen zu diskutieren, müsse die Politik Antworten auf die Probleme geben, die die Menschen beschäftigten. Sein Blick richtet sich nach eigener Aussage auf die Aufgaben in Nordrhein-Westfalen. Die nächste Landtagswahl in NRW findet am 25. April 2027 statt.