Vorstoß der SPD wird im Landtag beratenFührerschein für Hundebesitzer – brauchen Herrchen und Frauchen künftig einen „Sachkundenachweis“ auch für kleine Vierbeiner?
Jeder der sich einen Hund anschaffen will, soll demnächst einen Hundeführerschein machen. Das fordert die SPD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen. Die Idee: Menschen sollen vorher schon wissen, wie sie verantwortungsvoll mit den Vierbeinern umgehen.
Lizenz zum Gassi gehen
Der verpflichtende „Sachkundenachweis“ - so die offizielle Bezeichnung in NRW - gilt bisher nur für Tiere ab 40 cm Schulterhöhe, 20 Kilo Gewicht und für bestimmte Rassen. Geht es nach dem Willen der SPD soll der Hundeführerschein bald aber für alle Fellnasen gelten. Heißt, auch der kleinste Teppichflitzer darf nur noch raus, wenn Herrchen oder Frauchen die Lizenz zum Gassi gehen haben. Bei einer stichprobenartigen Befragung im Essener Grugapark kam die Idee nicht so gut an. Die Hundehalter waren geteilter Meinung.
Zwei Millionen Hunde in NRW – Tierheime sind am Limit
Rund zwei Millionen Hunde leben in NRW. Viele Hundebesitzer merken oft erst später, dass sie überfordert sind und geben ihren wieder Vierbeiner ab. Die Tierheime sind laut der SPD voll. Das soll sich durch den offiziellen Nachweis ändern. Zukünftig soll jeder noch vor der Anschaffung eines Hundes den Führerschein machen.
Hundeführerscheinprüfung im Tierheim
Die Hundeführerscheinprüfung soll demnächst beim Tierschutzverein oder im Tierheim gemacht werden können. Das sei quatsch, sagt zumindest Hundetrainer Jörg Müller aus Essen. Seit 13 Jahren bildet er Vierbeiner aus. Der 64-Jährige findet die Idee zur Eignungsprüfung für alle Herrchen und Frauchen grundsätzlich gut, trotzdem gibt es Kritik vom Profi: Er fordert mehr Praxis.
Landtag berät über den Vorschlag
Bis jetzt ist das Ganze aber nur ein Vorschlag der NRW-SPD. Am 21 September berät der Düsseldorfer Landtag darüber.

































