Ministerpräsident verleiht Auszeichnung des Landes Nordrhein-WestfalenErsthelfer nach Solingen-Anschlag mit Rettungsmedaille ausgezeichnet
Vor knapp zwei Jahren in Solingen: Ein Mann aus Syrien tötet bei einem Stadtfest drei Menschen mit einem Messer. Viele weitere werden verletzt. Ersthelfer verhinderten Schlimmeres. Einer von ihnen ist Damian Piechaczek. Für sein mutiges Eingreifen wurde er Montag (20.07.) mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Ersthelfer zögert keine Sekunde
Am 23. August 2024 feierte Solingen seinen 650. Stadtgeburtstag. Tausende Menschen verfolgten ein Konzert auf dem Marktplatz, als ein Syrer plötzlich mit einem Messer wahllos auf Besucher einstach. Drei Menschen starben, acht weitere wurden schwer verletzt. Damian Piechaczek arbeitet in einer Apotheke in der Nähe und war an diesem Abend mit Freunden auf dem Marktplatz. Als Schreie ertönten, sah er eine junge Frau mit einer schweren Stichverletzung am Hals am Boden liegen. Der 59-Jährige zögert nicht. Zusammen mit einem anderen Ersthelfer versuchte er, die Blutung zu stoppen, bis die Rettungskräfte eintrafen. „Dann habe ich realisiert, dass meine Hände komplett von Blut bedeckt waren. Und auch noch zwei Wochen später hatte ich teilweise noch Blutreste zwischen den Nägeln, weil sich das so eingebrannt hat“, erinnerte sich Piechaczek. Wenige Tage später erfährt er, dass die Frau überlebt hat. Sein schnelles Eingreifen hat dazu maßgeblich beigetragen.
Rettungsmedaille für mutigen Einsatz
Für seinen Einsatz wurde Damian Piechaczek am Montag (20.07.) von Ministerpräsident Hendrik Wüst mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Seine Familie ist stolz auf ihn. Er selbst sieht sein Handeln als selbstverständlich an. Er würde jederzeit wieder helfen, sagte der 59-Jährige. Neben Piechaczek wurden 24 weitere Frauen und Männer geehrt. Sie alle brachten sich selbst in Gefahr, um anderen Menschen das Leben zu retten. „Menschen, die in ganz, ganz gefährlichen Situationen an andere denken, helfen und sich selbst in Gefahr bringen, sind Vorbilder“, sagte Ministerpräsident Wüst. Über die Verleihung entscheidet ein Referat der Staatskanzlei. Dort gehen Vorschläge für besonders mutige Rettungstaten ein, außerdem werden geeignete Fälle aktiv recherchiert. Seit Einführung der Rettungsmedaille wurden bereits 1.435 Menschen in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

































