Forderung nach mehr SicherheitDrohnen über Großveranstaltungen: Beamtenbund fordert neues Schutzkonzept für NRW

von Vanessa Nikić

Drohnen sorgen bei Konzerten und anderen Großveranstaltungen für spektakuläre Bilder. Doch die Fluggeräte können auch zur Gefahr werden. Der Deutsche Beamtenbund NRW fordert deshalb, den Schutz vor Drohnen stärker in die Sicherheitskonzepte von Großveranstaltungen einzubauen. Der Blick soll künftig nicht nur auf mögliche Gefahren am Boden gerichtet werden.

Beamtenbund fordert festen Ansprechpartner

Poller, Fluchtwege oder Konzepte für Unwetter gehören bei vielen Großveranstaltungen längst zur Sicherheitsplanung. Nach Ansicht des Deutschen Beamtenbunds NRW reicht das aber nicht mehr aus. Auch mögliche Gefahren durch Drohnen müssten stärker berücksichtigt werden. Dafür fordert der Verband unter anderem einen festen Ansprechpartner, der im Ernstfall Entscheidungen treffen und entsprechende Maßnahmen einleiten kann. Zudem müsse schon vor einer Veranstaltung geklärt sein, wie auf eine mögliche Bedrohung aus der Luft reagiert wird. Dazu könnten auch Evakuierungskonzepte gehören. Ziel sei ein Gesamtkonzept, das Gefahren am Boden und aus der Luft gleichermaßen berücksichtigt.

116 Drohnen-Störfälle an deutschen Flughäfen

Wie ernst die Gefahr durch Drohnen sein kann, zeigte sich zuletzt auch an Flughäfen. Im August kam es am Flughafen Leipzig/Halle zu einem Angriffsversuch auf ein ukrainisches Frachtflugzeug. Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit 116 Störfälle mit Drohnen an 25 Flughäfen registriert. Das teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit Sitz in Köln mit. Die Vorfälle führten demnach unter anderem zu Verzögerungen und Umleitungen. Für Airlines und Flughäfen seien dadurch Schäden von mindestens 60 Millionen Euro entstanden.

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Gefahren aus der Luft früher erkennen

Der Beamtenbund fordert deshalb, die Drohnenabwehr in NRW stärker in den Fokus zu rücken. Gefährliche Flugobjekte sollen möglichst früh erkannt werden, damit Verantwortliche schnell reagieren können. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und die Politik beschäftigen sich bereits mit der Frage, wie Behörden besser gegen gefährliche Drohnen vorgehen können. Für den Beamtenbund ist klar: Bei der Planung großer Veranstaltungen darf Sicherheit künftig nicht mehr nur zweidimensional gedacht werden.