Hiobsbotschaft für Pendler im RheinlandBonner Nordbrücke gesperrt – wichtige Ost-West-Verbindung auf unbestimmte Zeit dicht
Die Bonner Nordbrücke ist seit Mittwoch (03.06.) komplett für den Verkehr gesperrt. Grund sind neue Schäden am Tragwerk der Rheinbrücke auf der A565. Die Sperrung hat massive Auswirkungen auf Pendler und die Wirtschaft in der Region.
Neue Schäden entdeckt
Aktuelle Prüfungen haben nach Angaben der Autobahn GmbH strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben. Deshalb wurde die Brücke am Mittwoch (03.06.) kurzfristig vollständig gesperrt. Betroffen sind neben der Brücke selbst auch weitere Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost. Wie lange die Sperrung dauern wird, ist bislang unklar.
ADAC spricht von „Katastrophe“
Für die Region hat die Sperrung weitreichende Folgen. Nach Angaben des ADAC fahren normalerweise täglich rund 120.000 Fahrzeuge über die wichtige Ost-West-Verbindung. Verkehrsexperte Roman Suthold bezeichnete den Ausfall als „Katastrophe für die ganze Region“. Eine frühere Modellrechnung des ADAC geht von einem volkswirtschaftlichen Schaden von mehr als 170 Millionen Euro pro Jahr aus.
Neubau erst in den 2030er Jahren
Die Autobahn GmbH prüft nun, ob die Brücke technisch verstärkt und wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Bereits seit Februar gilt dort ein Fahrverbot für Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen. Ein geplanter Neubau soll nach bisherigen Planungen frühestens in den 2030er Jahren beginnen. Bis dahin müssen Autofahrer auf weiträumige Umleitungen über die A3 oder die A61 ausweichen.

































