Durchfahrtsverbote und eine geänderte Verkehrsführung in der InnenstadtAutofahrer klagt gegen Straßensperrungen in Aachen - Verkehrswende beschäftigt Verwaltungsgericht
Die Verkehrswende in Aachen beschäftigt jetzt das Verwaltungsgericht. Ein Autofahrer und Anwalt klagt gegen Durchfahrtsverbote und eine geänderte Verkehrsführung in der Innenstadt. Ende Juli will das Gericht eine Entscheidung verkünden.
Kläger kritisiert lange Umwege
Schilder, Durchfahrtsverbote und neue Verkehrsführungen sorgen in Aachen seit Jahren für Diskussionen. Ziel der Stadt ist es, den Autoverkehr in Teilen der Innenstadt zu reduzieren und gleichzeitig den Radverkehr zu stärken. Gegen einige der Maßnahmen ist Marcel van Maelen vor Gericht gezogen. Der Anwalt argumentiert, dass für die Eingriffe die notwendige Gefahrenlage fehle. Durch die Sperrungen müssten Autofahrer außerdem teilweise lange Umwege in Kauf nehmen. Es sei weder sinnvoll noch umweltfreundlich. Statt Straßen für Autos zu sperren, fordert van Maelen unter anderem den Ausbau von Fahrradwegen.
Geteilte Meinungen in Aachen
Auch unter den Menschen in Aachen werden die Maßnahmen unterschiedlich bewertet. Einige Fahrradfahrer fühlen sich durch die neue Verkehrsführung sicherer. Andere kritisieren die Einschränkungen für Autofahrer. Vor dem Verwaltungsgericht muss nun geklärt werden, ob die Maßnahmen der Stadt rechtmäßig sind. Die Sperrungen sind Teil der Mobilitätsstrategie 2030 der Stadt Aachen. Mit einem sogenannten Radvorrangnetz soll der Anteil des Autoverkehrs reduziert werden. Gleichzeitig setzt die Stadt darauf, dass die Menschen ihr Mobilitätsverhalten langfristig verändern.
Entscheidung soll Ende Juli fallen
Marcel van Maelen fordert dagegen eine ausgewogenere Verkehrspolitik, die die Interessen von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern gleichermaßen berücksichtigt. Die Stadt Aachen wollte sich auf Anfrage von RTL WEST nicht zu dem Verfahren äußern. Ende Juli will das Verwaltungsgericht in zwei Verfahren eine Entscheidung verkünden. Für einen der betroffenen Lenkungspunkte plant die Stadt bereits Änderungen. Wie es mit den umstrittenen Verkehrsmaßnahmen weitergeht, ist noch offen.

































