Fake Video geht viralAngeblicher Mord in Köln
Ein angeblicher Mord in Köln sorgt online für Aufsehen. In einem Video auf TikTok und Instagram heißt es: Eine Frau soll auf einem Spielplatz einen Syrer erstochen haben, weil er ihre Tochter missbraucht habe. Aber: Die Tat hat nie stattgefunden. Das Video über die angebliche Tötung auf einem Kölner Spielplatz ist ein Fake. Die Stimme im Video wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt. Die ganze Geschichte ist frei erfunden.
Das Video wurde über 700.000 Mal aufgerufen und etwa 10.000 Mal kommentiert. Wer das Video erstellt hat, ist unklar. Das Profil verbreitet viele ähnliche Fakes. Der Medienanwalt Christian Solmecke warnt: „Wer ein Video verbreitet, in dem Menschen fälschlich als Täter dargestellt werden, der macht sich strafbar, etwa wegen Verleumdung, übler Nachrede, falscher Verdächtigung oder wegen des Verstoßes gegen das Recht am eigenen Bild. Denn das sind schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzungen, die auch zivilrechtliche Ansprüche wie Unterlassung oder Schmerzensgeld nach sich ziehen können.”
NRW-Medienminister Liminski sieht durch solche Falschmeldungen die Demokratie in Gefahr. Er fordert ein Verbot manipulativer Techniken und mehr Medienkompetenz.
Die Plattformen haben das Video bisher nicht gelöscht, obwohl das technisch einfach wäre.

































