Premiere im Kölner KarnevalAltstädter öffnen Elferrat erstmals für Frauen
Der Kölner Karneval steht für Vielfalt und doch liebt er seine Traditionen. Bei einer Mädchensitzung eines Traditionskorps gab es jetzt aber eine Premiere: Erstmals waren Frauen im Elferrat.
Historischer Moment im Gürzenich
Bei der Mädchensitzung der Altstädter Köln von 1922 wurde Karnevalsgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal öffnete das Traditionskorps seinen Elferrat für Frauen. Zehn Mädels nahmen neben Präsident Björn Braun auf der Bühne Platz – darunter die Tanzmarie der aktuellen Session, ehemalige Mariechen, Trainerinnen und auch RTL-WEST-Reporterin Anne Tafferner. Der Elferrat sorgt bei Sitzungen nicht nur für Ordnung, sondern vor allem für Stimmung und unterstützt die Künstler. Die Idee dazu hatte Präsident Björn Braun, der damit – passend zum Motto – ehrenamtlich engagierte Frauen im Karneval wertschätzen wollte.
Frauenpower auf und vor der Bühne
Mit Damenorden, Strüßje (Blumensträußen) und viel guter Laune meisterten die Frauen ihren Auftritt souverän. Künstler, wie Joachim Jung alias Lieselotte Lotterlappen, die Bands „Räuber“, „Kasalla“, „Cat Ballou“, „Eldorado“ und Karnevalsikone Marita Köllner, heizten dem Publikum ordentlich ein. Köllner wurde für ihr 60-jähriges Bühnenjubiläum geehrt und zur „Majorin der Reserve“ ernannt.
Anstrengend, aber einzigartig
Mehr als fünf Stunden straffes Programm verlangten volle Konzentration – auch im Elferrat. Trotz der Anstrengung überwog die Begeisterung: Die Stimmung war ausgelassen, das Experiment gelang. Ob Frauen auch künftig Teil des Elferrats sein werden, ist noch offen.


































