Das sagt der NRW-VerkehrsministerSchutz für Schaffner - Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn
Ein Zugbegleiter wird bei einer Fahrscheinkontrolle von einem Fahrgast zu Tode geprügelt – am 2. Februar 2026 in Rheinland-Pfalz. Der brutale Angriff sorgt bundesweit für Entsetzen. Die Deutsche Bahn reagiert mit einem Sicherheitsgipfel: Wie kann das Personal besser geschützt werden?
So sieht der Tag eines Schaffners aus
Julian Bendtner ist Zugbegleiter. Aus Sicherheitsgründen hat er seinen Namen für die Presse geändert. Denn nicht immer sind seine Schichten ruhig. Gerade nachts kann es auch mal lauter und aggressiv werden. Die Tour auf der Regionalexpresslinie geht von Köln nach Hamm. Ein Mann will sich der Kontrolle entziehen. Der 32-Jährige ruft einen Kollegen, falls er Hilfe braucht. Doch der Mann steigt aus. Wahrscheinlich ein Obdachloser. Damit ist das Thema für den Schaffner durch. Doch das kennt Julian Bendtner auch anders. Er wurde schon beleidigt und musste die Polizei rufen. Kollegen von ihm wurden sogar bespuckt, ins Gesicht geschlagen und bedroht.
Mehr Angriffe auf Zugbegleiter
Zahlen aus der Sicherheitsdatenbank NRW zeigen: 2025 gab es im Schienennahverkehr neunmal so viele Belästigungen wie vor fünf Jahren. Außerdem gab es doppelt so viele Körperverletzungen. Das merken auch einige Fahrgäste. Vielen ist vor allem noch der Angriff am 2. Februar 2026 im Gedächtnis. Ein Fahrgast schlägt auf Zugbegleiter Serkan Çalar in Rheinland-Pfalz ein. Der 36-Jährige stirbt. Deshalb findet am Freitag (13.02.) ein Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn mit Bundesverkehrsminister Schnieder (CDU) statt. 2025 gab es bundesweit mehr als 3.000 Angriffe auf Kontrolleure, so die Bahn-Chefin Evelyn Palla. Deshalb wurde jetzt beschlossen: Mehr Sicherheitspersonal, Schutzausrüstungen für Schaffner, ein besserer Notrufknopf im Zug und Schulungen. Außerdem bekommen Mitarbeiter mit Kundenkontakt Bodycams. Das Tragen ist freiwillig. Tonaufnahmen sind dabei erlaubt. Dazu kommt: Es gibt keine Pflicht mehr zur Ausweiskontrolle. Gut so findet der NRW-Verkehrsminister. Denn auch in Nordrhein-Westfalen sind die Fälle leicht gestiegen.


































