„Wir nehmen diese Sichtungen sehr ernst“Wolf-Alarm in Hamburger Villenviertel? Behörden reagieren

Ist es tatsächlich ein Wolf, der sein Unwesen in Hamburg-Blankenese treibt?
Genau das berichten gleich mehrere Menschen den Behörden. Ein ungewöhnlicher Ort für das scheue Tier. Die Behörden reagieren direkt.
Ein Stadtjäger ist eingeschaltet
In Hamburg sorgt eine mögliche Wolfs-Sichtung am Wochenende für Aufsehen. Mehrere Menschen haben sich bei der Umweltbehörde gemeldet und wollen das Tier gesehen haben. „Wir nehmen diese Sichtungen sehr ernst“, teilte ein Behördensprecher auf Nachfrage mit. „Der zuständige Stadtjäger ist bereits informiert, eine fachliche Prüfung und Validierung der Sichtungen steht noch aus.“ Ein Wolf soll Samstag (28. März) vom Falkensteiner Ufer in Blankenese und am Klein Flottbeker Weg in Othmarschen gemeldet worden sein. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es aber noch keinen endgültigen Beweis.
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Wanderndes Tier auf Reviersuche?
Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre das eine echte Überraschung: „Dicht besiedelte Gebiete wie Blankenese gehören nicht zum typischen Lebensraum von Wölfen.” Experten haben aber eine mögliche Erklärung: In so einem Fall könnte es sich um ein einzelnes Tier handeln, das auf Wanderschaft ist und möglicherweise auf der Suche nach einem neuen Revier.
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So verhaltet ihr euch richtig
Angst müssen die Menschen laut Behörde grundsätzlich nicht haben: „Wölfe sind grundsätzlich scheue Tiere, die den Kontakt zum Menschen nicht suchen“, heißt es. Trotzdem gilt Vorsicht: „Sollten Bürgerinnen oder Bürger einem Tier begegnen, raten wir dazu, Abstand zu halten, nicht wegzulaufen und sich stattdessen durch lautes Sprechen oder Klatschen bemerkbar zu machen.” Ganz neu ist das Thema übrigens nicht: Seit 2013 wurden in Hamburg laut Behörde insgesamt 21 Wolfsnachweise eindeutig bestätigt. (dpa/fst)
Verwendete Quellen: dpa

































