„Diese Größe ist tatsächlich sehr außergewöhnlich”Unbekannte entsorgen hunderte Reifen im Wald! Und der Steuerzahler soll es bezahlen

An diese Stelle gehört wirklich kein Müll!
Rund 300 Altreifen haben Unbekannte einfach so in einem Waldstück bei Gilde im Landkreis Gifhorn entsorgt. Die rücksichtslose Abladung hat dabei nicht nur Folgen für die Umwelt - auch der Steuerzahler darf sich über hohe Entsorgungskosten ärgern. Was der Landkreis und die Polizei jetzt dagegen tun wollen, erfahrt ihr im Video!

Reifenpartikel schaden Ökosystem

Als sie im Wald unterwegs sind, machen Zeugen plötzlich einen Fund, den bei Gilde wohl so noch niemand gesehen hat. Auf einer Länge von rund 20 Metern liegen hunderte abgenutzte, jahrzehntealte Reifen einfach so im Wald rum. Eine Menge, die selbst erfahrene Polizeibeamte wie Christoph Nowak überrascht. „Es kommt durchaus immer wieder vor, dass illegal Müll entsorgt wird, auch Reifen. (...) Aber diese Größe ist tatsächlich sehr außergewöhnlich”, sagt er im Gespräch mit RTL.

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Auf den ersten Blick wird bereits klar: Diese Reifen gehören schon lange in den Müll. Nur gehören sie eben auch dorthin und nicht in die Natur. Denn dort löst sich durch Regen und andere Einflüsse immer wieder Mikroplastik von ihnen ab. Einmal in der Umwelt lässt es sich laut Greenpeace nicht wieder einsammeln und verteilt sich sogar über ganze Ökosysteme. Die Polizei hat daher die Ermittlungen aufgenommen und sucht dringend nach den Tätern.

Die Kosten trägt der Steuerzahler

Um die Entsorgung wird sich nun der Landkreis kümmern müssen. Das bedeutet auch: Die Kosten wird am Ende der Steuerzahler tragen. Da jedoch die Menge der Reifen so groß ist, lassen sich diese bisher nicht genau berechnen. Bei dieser Größenordnung habe man bereits das Volumen aller illegalen Entsorgungen im vergangenen Jahr für den gesamten Kreis erreicht, sagt uns Kreisrätin Ute Spieler im Interview.

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„Es ist ausgesprochen ärgerlich, wenn Einzelne sich hier die Natur suchen, um illegal Ablagerungen vorzunehmen (...)”, sagt die 64-Jährige weiter. Die Polizei hat bereits ein Strafverfahren gegen die unbekannten Täter eingeleitet. Je nach Ausgang droht ihnen etwa eine Freiheitsstrafe oder ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Greenpeace