Hamburger Start-up verbindet Jung und AltTimea (19) ist von Beruf Enkelin! Sie unterstützt Seniorin Liselotte im Alltag

Von Uno spielen bis Wäsche aufhängen.
Die 19-jährige Timea Wessolowski unterstützt Seniorin Liselotte Wolf im Alltag – vermittelt von einem Hamburger Start-up. Aus der Hilfe auf Minijob-Basis ist längst eine besondere Freundschaft geworden. Die beiden haben eine Beziehung wie Enkelin und Großmutter, wie sie RTL berichten.
Mehr als nur eine Alltagshilfe
Ein- bis zwei Mal im Montag besucht die 19-jährige Timea Wesolowski Liselotte Wolf (90) in Jesteburg. „Es ist ein Besuch, auf den ich mich jedes Mal aufs Neue freue“, sagt die Seniorin. Timea hilft ihr im Alltag – ob beim Putzen, Einkaufen oder Betten beziehen. Dabei bleibt es nicht nur bei der Unterstützung. Nach getaner Arbeit wird oft gemeinsam Kuchen gegessen und Karten gespielt – Uno oder Skip Bo, wie Liselotte erzählt: „Da bin ich aber nicht so gut drin.”
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Junges Engagement gegen Fachkräftemangel
Zusammengeführt wurden die beiden von einem Hamburger Start-up. Die Idee dahinter: Junge Menschen, etwa Schüler oder Studierende, unterstützen Seniorinnen und Senioren im Alltag – flexibel auf Minijobbasis oder in Teilzeit. Seniorin Lieselotte kann die Unterstützung dank eines Zuschusses aus ihrer Pflegestufe finanzieren. Für die junge Timea war der Einstieg naheliegend: „So ein bisschen bin ich schon in dieses Versorgen von älteren Menschen gekommen, weil mein Opa, als er älter wurde, zu uns gezogen ist“, erzählt sie. „Und als er dann verstorben ist, bin ich ziemlich kurze Zeit später auf ‘Gemeinsam Jung’ aufmerksam geworden.“
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Gegründet wurde das Start-up in der Hansestadt vor etwa einem Jahr von Lene Boor und Kai Bertrand, die aus eigener Erfahrung wissen, wie groß der Bedarf an Alltagsbegleitung ist. „Der Unterschied zu anderen Angeboten ist, dass wir gezielt junge Leute vermitteln“, erklärt Mitgründerin Lene Boor. Das Besondere: sie setzen dabei auf Minijobs oder Teilzeitstellen, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken und gleichzeitig flexible Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche zu schaffen.
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Timea und Liselotte verbindet ein besonderes Reiseziel
Im Fall von Liselotte und Timea hat diese Vermittlung geklappt. Doch bald steht für Timea ein großer Schritt bevor: Sie wird für fast ein Jahr nach Kenia gehen – eine Herausforderung für beide, denn in der gemeinsamen Zeit ist eine echte Freundschaft entstanden. Liselotte, die selbst schon dreimal in Afrika war, hat Timea schon den ein oder anderen Tipp und einen Reiseführer geschenkt. „Ich freue mich für sie, dass sie eine andere Welt kennenlernt, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich sie wiederkriegen würde und keine andere“, sagt Liselotte mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auch Timea weiß, dass der Abschied schwerfällt: „Ich habe auf jeden Fall eine ganz tolle neue Person dazugewonnen, eine Freundin, mit der ich viel Spaß habe.“ Doch beide sind sich sicher: Sie wollen auch während Timeas Zeit in Kenia und danach in Kontakt bleiben.

































