Wal vor Timmendorfer StrandMeeresbiologe fordert: Lasst ihn in Ruhe!

Kann ihm überhaupt noch jemand helfen?
Mehr als 24 Stunden leidet ein Wal jetzt schon auf einer Sandbank in der Ostsee vor Timmendorfer Strand. Seine Rufe klingen herzzerreißend. Die Retter versuchen alles, um dem Wildtier zu helfen. Bisher ohne Erfolg. Meeresbiologe Robert Marc Lehmann fordert: Lasst ihn in Ruhe!

„Man muss nicht jeden Wal retten”

Die Meinung des Experten: „Man muss nicht jeden Wal retten.” Denn: Dem Buckelwal geht es seiner Meinung nach sehr schlecht. „Es ist ein schwer krankes Tier am Ende seines Lebens aufgrund seiner Krankheit. Wildtiere werden krank und Wildtiere sterben”, sagt er auf Instagram. Leicht fallen ihm diese Worte nicht, Lehmann hat selbst schon Wale gerettet. Der Buckelwal hat demnach eine Hautkrankheit.

Robert Marc Lehmann sieht kaum Überlebenschancen

Lehmanns Meinung nach die traurige Realität: Selbst wenn die Helfer es schaffen würden, das Tier zu befreien, sieht er kaum Überlebenschancen für den Wal. „Schön wäre es, wenn man wirklich jedes Tier retten könnte und auch jeden Wal”, sagt er. Weiter erklärt er aber auch: „Dieses Tier wird sterben. Punkt. Und jetzt ist es an uns, der Natur ihren Lauf zu lassen. Und das bedeutet manchmal auch Leid, Schmerz und Tod.”

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Für ihn gibt es jetzt noch zwei mögliche Szenarien. „Das wahrscheinlichste ist, er stirbt dort”, so der Experte. Möglichkeit zwei: „Er kommt nochmal runter und verendet in den nächsten Tagen an irgendeinem anderen Strand oder ungesehen von uns allen im Meer.”

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Der Filmemacher hat selbst schon Wale gerettet

„Lasst das Tier gehen, es sei denn es geschieht noch ein Wunder”

Die Rettungsversuche, die seit Montag unternommen werden hält Lehmann für zusätzlichen Stress für den Wal. Bisher waren alle erfolglos. Aktuell wird vor Ort erneut beraten, wie es weitergehen soll.

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Der Walretter appelliert mit Bedacht zu handeln und dem Wal den nötigen Respekt entgegen zu bringen. „So schwer es auch ist: Lasst das Tier gehen, es sei denn es geschieht noch ein Wunder.”