Landtag in Schleswig-Holstein diskutiert über Entlastungen 9-Euro-Ticket gegen hohe Benzinpreise?

Oft wird man erst stutzig, wenn bereits die falsche Flüssigkeit fließt. Wurde der Motor noch nicht gestartet, reicht unter Umständen das Abpumpen des Gemisches.
Auch in Schleswig-Holstein macht sich der Gang zur Zapfsäule aktuell deutlich in der Geldbörse bemerkbar. (Symbolbild)
Christin Klose/dpa-tmn

Wie können Bürger entlastet werden?
Die Spritpreise sind auch im Norden aktuell hoch, das spürt wohl jeder Autofahrer. Wie man die Menschen in Schleswig-Holstein entlasten kann, darüber hat der Kieler Landtag am Mittwoch (18. März) diskutiert. Eine Idee: das 9-Euro-Ticket.

Grüne wollen günstigeren Nahverkehr

„Wir haben aktuell bei dem Deutschlandticket Überschüsse, weil die Preise immer weiter gestiegen sind”, erklärt Grünen-Politiker Lasse Petersdotter im RTL-Interview. Seine Partei bringt die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets ins Spiel, um Menschen an der Zapfsäule zu entlasten.

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„Ich würde vorschlagen, das für sechs Monate zu machen, also vorerst nicht dauerhaft, aber jetzt als unmittelbare Reaktion, auch über die Sommerferien, würde das eine Entlastung bringen”, sagt er. Vielleicht für den Privat-, nicht jedoch für den Landeshaushalt, findet Grünen-Koalitionspartner CDU und lehnt den Vorschlag ab.

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CDU will Marktmacht eindämmen

Die Kosten für eine Rückkehr des 9-Euro-Tickets seien zu hoch, ist die CDU überzeugt. Stattdessen müsse die Marktmacht der Konzerne beschnitten werden. Ohnehin gehe die Debatte um günstigeren Nahverkehr an den Menschen im ländlichen Raum des Bundeslandes vorbei.

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„In Schleswig-Holstein wird man immer auch auf Automobile angewiesen sein”, betont CDU-Politiker Lukas Kilian im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Die Oppositionspartei FDP fordert eine Senkung der Benzinsteuer. Entschieden wurde im Landtag nichts, denn das könne bei Spritpreisen ohnehin nur der Bund.

Verwendete Quellen: RTL-Recherche, dpa