Schon 100-mal ließ sie sich anzapfenMartina rettet mit ihrer seltenen Blutgruppe Leben

Sie macht das, was viel mehr Menschen tun sollten!
Martina Leifheit ist sozusagen Stammgast im DRK Ortsverein Quickborn, sie hat ganze 100-mal ihr Blut gespendet. Nicht nur ihr Engagement ist besonders, sondern auch ihre Blutgruppe 0 negativ.
Blutspende als Tradition
Seitdem sie 18 Jahre alt ist, geht Martina Leifheit aus Pinneberg regelmäßig zur Blutspende. Angefangen hat alles, als sie in ihrer Jugend bei den Rettungsschwimmern war. „Die sind dann immer gemeinsam zur Blutspende gegangen und dann bin ich da auch mal mit”, erinnert sich Leifheit im Gespräch mit RTL. Für die erste Spende im Jahr gab es kein Geld, ab der zweiten dann 50 Mark pro Spende. Das Geld, das sie und ihre Freunde bekamen, spendeten sie dann noch für wohltätige Zwecke. Die Blutspende wurde zur Tradition. „Früher gab es da so eine Stempelkarte, heute nutze ich eine App des DRK”, erklärt die 64-Jährige. Die App zeigt an, wann wieder gespendet werden darf, denn Männer dürfen sechs Mal und Frauen nur vier Mal im Jahr ihr Blut abgeben. Grund dafür ist, dass Frauen über eine geringere Blutmenge als Männer verfügen und zudem niedrigere Eisenwerte haben.
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Zu wenige Menschen spenden Blut
In Schleswig-Holstein herrscht ein Mangel an Blut. Laut Angaben des DRK-Blutspendediensts Nord-Ost sind die Zahlen der erhaltenen Blutspenden seit Jahren rückläufig. Innerhalb der letzten zehn Jahre vermerkt er einen Rückgang um fast 20 Prozent. Umso wichtiger sind Menschen wie Martina Leifheit, denn rund 80 Prozent der Menschen sind laut Zahlen des DRK mindestens einmal in ihrem Leben auf ein Blutprodukt angewiesen. Außerdem kann Blut nicht künstlich hergestellt werden. Für Martina Leifheit ist es daher selbstverständlich, ihr Blut zu spenden: „Es ist eine super Sache. Ich kann mit wenig Aufwand etwas Gutes tun.” Und etwas Gutes tut Leifheit nun schon seit rund 45 Jahren. Am 5. Februar erreicht sie damit einen Meilenstein: 100 abgegebene Blutspenden.
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Insgesamt 50 Liter gespendet
„Die letzten Male haben schon alle mitgefiebert und gemeint: schon 98, 99 und jetzt habe ich es geschafft”, freut sich die Pinnebergerin, die sich die 100 Spenden als persönliches Ziel gesetzt hat. Das sind beeindruckende 50 Liter Blut! Am Tag ihrer letzten Spende wurde sie vom DRK-Blutspendedienst und vom DRK Ortsverband Quickborn geehrt, als sie zum hundertsten Mal auf der Liege Platz nahm. Und auch ihr Umfeld animiert sie regelmäßig dazu, ihr Blut zu spenden. „Ich rate denen dann immer, das mal zu probieren und zu schauen, welche Blutgruppe sie haben und ob sie es vertragen”, verrät die Nachrichtentechnikingenieurin.
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Besonders ihre Tochter, mit der sie eine Blutgruppe teilt, lässt sich von ihrer Mutter inspirieren und spendet ebenfalls regelmäßig „An die 100 kommt sie natürlich noch nicht ran”, lacht Leifheit. Und ihre Blutgruppe 0 negativ, die sie auch ihrer Tochter vererbt hat, ist sehr selten. Lediglich 6 Prozent der Menschen in Deutschland haben sie. Nicht nur das macht sie jedoch ganz besonders. Menschen mit der Blutgruppe 0 negativ sind sogenannte Universalspender. Diese seltene Blutgruppe ist mit anderen kompatibel. Das bedeutet: Fast jeder kann Blutkörperchen der Blutgruppe 0 negativ als Transfusion erhalten. Für Martina Leifheit ist mit der 100 noch nicht Schluss! Sie hat sich schon ein nächstes Ziel gesetzt: „Die 150 schaffe ich ja wohl nicht mehr, aber ich finde 111 klingt doch auch gut!”


































