Alte Tagebücher bringen Vergangenheit zurückSchwere Vorwürfe in Yeliz Kocs Familie – jetzt spricht ihr Vater!
Es sind sehr persönliche Momente, die Yeliz Koc (32) in der neuen Folge ihrer Doku „Yeliz & Jimi – We Are Family?!“ mit den Zuschauern teilt.
Gemeinsam mit ihrer Mutter Andrea und ihrer Schwester Filiz blickt sie auf ihre Kindheit und Jugend zurück – und auf eine Familiengeschichte, die bei allen Beteiligten Spuren hinterlassen hat. Erstmals kommt auch Yeliz’ Vater zu Wort, der im Video oben Stellung zu den Vorwürfen nimmt.
Yeliz Koc: „Ich hatte einfach keinen Bock, auf dieser Erde zu sein”
Eine besondere Rolle spielen dabei alte Tagebücher von Yeliz Koc’ Mutter. Andrea hatte darin über viele Jahre ihre Gedanken und Erlebnisse festgehalten. Als Yeliz die Aufzeichnungen als Jugendliche entdeckte, las sie darin Sätze, die sie schwer getroffen haben.
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Vor allem ein Eintrag prägte sie. „Du hattest immer diesen Frust gegen mich: Ach, meine Mutter wollte mich ja abtreiben”, erzählt Andrea. „Für mich hat das gereicht, dass ich dachte: Okay, ich bin eigentlich gar nicht gewollt“, erinnert sich Yeliz in der dritten Folge der Sky-Doku „Yeliz & Jimi – We Are Family?!“. Diese Gedanken hätten sie in einer ohnehin schwierigen Phase zusätzlich belastet. Die ehemalige Bachelor-Kandidatin sagt offen: „Ich hatte einfach keinen Bock, auf dieser Erde zu sein.” Darüber, sich das Leben zu nehmen, habe sie häufig nachgedacht. Ihre Mutter habe deshalb große Angst um sie gehabt.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Zu ihrer schwierigen Jugend gehört für Yeliz auch die Beziehung zu ihrem Vater. Viele gemeinsame Erinnerungen habe sie nicht. Sie erzählt, dass er in ihrer Kindheit nur selten da gewesen sei. Die Erfahrungen von damals hätten sie geprägt und dazu beigetragen, dass sie früh vieles mit sich selbst ausmachen musste.
Gleichzeitig versucht Yeliz heute, verschiedene Perspektiven auf ihre Familiengeschichte zuzulassen. „Ich versuche mich immer in die Menschen hineinzuversetzen“, sagt sie. Es gebe aber Dinge, bei denen für sie eine klare Grenze erreicht sei. „Es gibt Sachen, die würde ich ihm niemals verzeihen. Also Handgreiflichkeiten. So was kann ich einfach nicht verzeihen.“

Wie Yeliz mit den emotionalen Enthüllungen umgeht, welche weiteren Passagen aus den Tagebüchern zur Sprache kommen und wie ihr Vater auf die Konfrontation reagiert, zeigt auch die neue Folge „Yeliz & Jimi – We Are Family?!“ ab sofort bei Sky, WOW und auf RTL+.
Yeliz Koc’ Mutter berichtet von Gewalt
Wie belastend diese Beziehung aus Andreas’ Sicht war, zeigen die alten Tagebucheinträge. Darin schildert sie unter anderem Ohrfeigen, Anspucken und Beschimpfungen durch ihren damaligen Partner. Besonders eindrücklich erzählt sie von einer Nacht, nach der für sie endgültig Schluss gewesen sei. Ihr damaliger Partner soll nach Hause gekommen sein und Streit gesucht haben.
Andrea beschreibt, wie groß ihre Angst in diesem Moment gewesen sei – auch um ihre älteste Tochter: „Da bin ich in Filiz’ Kinderzimmer gegangen und dann stand er neben diesem Bett, mit einem Bleistift in der Hand. Ich hatte Filiz im Arm [...] und ich dachte, wenn du nicht leise bist, dann rammt er dir diesen Bleistift ins Hirn. Wir waren dann ganz ruhig, wir beide. Und dann hat er irgendwann abgelassen.”
Hier findet ihr Hilfe bei häuslicher Gewalt
Gibt es auch in eurem Leben häusliche Gewalt? Unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 – 116 016 oder unter www.hilfetelefon.de findet ihr Menschen, mit denen ihr darüber sprechen könnt.
Am nächsten Morgen habe sie schließlich seine Sachen gepackt, vor die Tür gestellt und das Schloss auswechseln lassen. „Da hat bei mir das so Klick gemacht“, sagt Andrea rückblickend. Zwölf Jahre habe sie gebraucht, um diesen Punkt zu erreichen. Andrea sagt außerdem, sie wünsche sich heute, dass ihre Kinder bestimmte Dinge niemals hätten miterleben müssen.
Gleichzeitig wird deutlich, wie unterschiedlich innerhalb der Familie mit der gemeinsamen Vergangenheit umgegangen wird.
Yeliz’ Vater wird mit den Tagebrucheinträgen konfrontiert
Denn auch Yeliz’ Vater, der ehemalige türkische Profifußballer Savaş Koc, bekommt in der neuen Folge die Möglichkeit, auf die Vorwürfe seiner Ex-Partnerin zu reagieren. Ihm werden Passagen aus den alten Tagebüchern vorgelesen. Darin heißt es unter anderem, er habe Andrea geschlagen, angespuckt und beschimpft.

Seine erste Reaktion fällt eindeutig aus: „Ich habe sie nie geschlagen.“ Er könne sich nicht erklären, wie seine Ex-Frau auf diese Darstellung komme, und sagt, er könne sich an entsprechende Situationen nicht erinnern. Wenig später relativiert er seine Aussage allerdings. „Vielleicht hab ich doch mal eine Ohrfeige oder so?“, sagt er.
Verwendete Quellen: Yeliz & Jimi – We Are Family?!



