Produkt der Eigenmarke „ja!” betroffenKeine echte Schokolade mehr in beliebten Rewe-Keksen

Rewe steht in der Kritik, nachdem in einem Produkt keine Schokolade mehr verwendet wird
Rewe steht in der Kritik, nachdem in einem Produkt keine Schokolade mehr verwendet wird. (Symbolbild)
picture alliance / SNS | Steven Mohr

„Süße Tatzen” statt „Schoko Tatzen”.
Der Handelsriese Rewe muss sich aktuell der Kritik stellen, dass bei seinen beliebten Keksen keine Schokolade mehr enthalten ist. Zahlreiche Kunden sind geteilter Meinung, was sie davon halten sollen.

Gebäck mit „kakaofreier Schokoladenalternative”

In den Rewe-Märkten finden sich seit geraumer Zeit immer mehr Produkte, bei denen keine Schokolade mehr verwendet wird. Stattdessen werden Kekse mit „kakaofreier Schokoladenalternative” angeboten, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg. Das Ersatzprodukt bestehe beispielsweise aus gerösteten Sonnenblumenkernen oder Hafer.

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Demnach wurden „auch bisher ,echte’ Schoko-Produkte” umgestellt. Aus den „Schoko Tatzen“ der Eigenmarke „ja!“ wurden nun „Süße Tatzen“. Die Verpackung ähnelt der bisherigen sehr, ein lila Hintergrund mit Abbildung der Kekse. Der Unterschied findet sich im Kleingedruckten. Statt Bitterschokolade ist dort nun „mit kakaofreier Schokoladenalternative“ zu lesen.

Skimpflation: „Rewe Ja! Schoko-Tatzen“ enthalten keine Schokolade mehr - 2
Rewe „ja!” Schoko-Tatzen enthalten keine Schokolade mehr
Rewe

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Ist „Choviva” eine wirkliche Alternative?

Ganz unten auf der Packung ist der Name „Choviva” abgebildet. Hierbei handelt es sich um das Alternativprodukt. Unter eben dieser Marke finden sich bei Rewe und dem Discounter Penny bereits mehrere Süßwaren in den Regalen. Der Ersatz soll nach Herstellerangaben wegen des nicht mehr verarbeiteten Kakaos nachhaltig sein und wie echte Schokolade schmecken.

Ist das Vorgehen rechtens?

Lebensmittel müssen grundsätzlich das enthalten, was sie versprechen. In der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) heißt es dazu, dass Verbraucher die tatsächliche Art des Lebensmittels erkennen können müssen. Eine Verwechslung soll vermieden werden. Bedeutet: Rewe darf die Kekse mit der Alternative verkaufen, sie aber nicht als „Schoko Tatzen” anbieten. Daher der neue Name „Süße Tatzen”.

Die Verbraucherseite lebensmittelklarheit.de hat kürzlich um eine Stellungnahme von Rewe gebeten. Leider blieb die Anfrage bislang unbeantwortet.

Verwendete Quellen: Instagram.com/verbraucherzentrale.hamburg, Lebensmittelklarheit.de, LMIV