Power, Lautstärke, VerbrauchLuftentfeuchter im Test 2026 – welches Gerät macht’s Schimmel richtig schwer?
Vorsorge ist besser als Nachsorge!
Zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung kann Schimmel verursachen – und das merken wir oft erst, wenn es schon zu spät ist. Elektrische Luftentfeuchter sollen vorbeugen und Räume trocken halten. Aber welche Geräte funktionieren zuverlässig? Drei Modelle müssen im RTL-Test zeigen, was sie draufhaben.
Drei Geräte, ein Ziel!
Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ist zu hoch – ein Problem, das vor allem in Schlaf- oder Badezimmern auftritt. Gerade im Winter kann das schnell zu Schimmel und feuchten Stellen führen. Abhilfe sollen spezielle Luftentfeuchter schaffen, aber lohnt sich die Anschaffung am Ende wirklich? Wir machen den Test.
So testen wir die elektrischen Luftentfeuchter
Generell sollte die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zwischen 40 und max. 60 Prozent liegen. Messen lässt sich das mit einem sogenannten Hygrometer, das bereits ab fünf Euro erhältlich ist. Wir testen drei Luftentfeuchter im knapp sieben Quadratmeter großen Bad unserer Testerin Andrea. Vor jedem neuen Geräte-Check erhöhen wir die Luftfeuchtigkeit auf etwa 80 Prozent. Als Experte steht uns Lennart Feldmann, Bausachverständiger und Energieberater, mit seiner Expertise zur Seite.
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Die drei Luftentfeuchter im Test 2026
Die getesteten Produkte haben bis zu 20.000 überwiegend gute Bewertungen im Internet. Generell gilt: Preise können saisonal stark schwanken, weshalb es sinnvoll ist, Angebote im Blick zu halten und miteinander zu vergleichen.
KNKA Luftreiniger APH3000 – kleiner Tank, aber oho?
Der KNKA Luftreiniger ist vergleichsweise klein, was laut Experte auch bedeutet, dass der Tank nicht so groß ist - bei Dauerbetrieb könne es dementsprechend notwendig sein, den Tank öfters zu leeren. Das Gerät überzeugt im Test durch seine einfache Handhabung (drei Bedienknöpfe) und eine übersichtliche Acht-Seiten-Gebrauchsanleitung. „Sehr benutzerfreundlich. (...) Da kann man nicht viel falsch machen”, so das Urteil unserer Testerin Andrea.
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Bevor der Luftentfeuchter an den Strom kommt, steckt unser Experte noch einen Stromzähler in die Steckdose - so lässt sich hinterher vergleichen, welches Gerät wie viel Energie verbraucht hat. Nach einer halben Stunde im normalen Dauerbetrieb messen wir nach, wie viel Wasser der Entfeuchter aus der Luft gezogen hat. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: Nur drei Tropfen, aufgerundet ca. zwölf Milliliter, sind im Tank gelandet - das kleine, handliche Gerät arbeitet mit deutlich weniger Leistung als größere Entfeuchter und zieht deswegen in kurzer Zeit weniger Feuchtigkeit aus der Luft. Dennoch: Das KNKA-Gerät senkt die Luftfeuchtigkeit im Test über 15 Prozent auf unter 60 Prozent!
In Sachen Lautstärke liegt der Luftentfeuchter von KNKA in unserer Messung bei knapp unter 60 Dezibel und ist damit ungefähr so laut wie ein normales Gespräch. In der sogenannten „Nachtfunktion“ soll die Lautstärke laut Hersteller unter optimalen Bedingungen bei gerade mal 30 Dezibel liegen. Unser Experte misst nach - das Ergebnis: Die Lautstärke geht runter, wenn auch nicht ganz bis auf 30 Dezibel.
Fazit: Leicht in der Handhabung, zufriedenstellend in der Leistung, günstig im Preis - der KNKA Luftreiniger* zeigt im Test, das auch kleine Geräte gut was draufhaben.
Pro Breeze Luftentfeuchter überzeugt im Test mit simpler Handhabung
Bei den beiden anderen Geräten im Test lässt sich optional ein Schlauch anbringen, sodass die Entfeuchter im Dauerbetrieb mehr Wasser aus der Luft aufnehmen und ableiten können. Das mittelpreisige Gerät von Pro Breeze hat mehr als 9700 Bewertungen und wirbt damit, besonders geräuscharm und energiesparend zu sein. Der erste Eindruck? Ziemlich groß und schwer, aber dank Rollen gut zu bewegen. Hier sind auch Bedieneinheit und Leistung größer, dennoch ist die Handhabung simpel. Ein echtes Plus ist der integrierte Luftfilter, der die feuchte Luft zusätzlich reinigt.
Wir werfen den Pro-Breeze-Luftentfeuchter erneut bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent an. Nach 30 Minuten ist der Wert um 20 Prozent runter, fast 150 Milliliter Wasser wurden aus der Luft geholt. Testerin Andrea fragt sich, warum dennoch alles noch sehr feucht ist, der Experte erklärt: „Da bringt der beste Luftentfeuchter nichts, das Kondensat (.) bleibt hier (.) wahrscheinlich erstmal so.“ Wichtig zu wissen: Ein Luftentfeuchter zieht über einen Ventilator nur die umliegende, feuchte Luft an, die dann über einen Wärmetauscher geleitet wird. Der bringt die Feuchtigkeit aus der Luft zum Kondensieren und leitet die Tröpfchen in einen eingebauten Wassertank um.
In Sachen Geräuschpegel ist der mittelpreisige Entfeuchter mit rund 60 Dezibel im Normalbetrieb genauso laut wie die günstige Variante. Auch hier ist ein Sleep-Modus verbaut, bei dem direkt vorm Gerät 50 Dezibel angezeigt werden.
Fazit: Der Pro Breeze Luftentfeuchter* überzeugt durch einfache Handhabung und liefert im Test gut ab. Besonders hervorzuheben ist der integrierte Luftfilter, den das Gerät mit sich bringt.
Comfee Luftentfeuchter 20l/24h lässt sich via App steuern
Beim teuersten Modell im Test, dem Luftentfeuchter von Comfee, sind die Sicherheitsmaßnahmen auf den ersten Blick umfangreich, die Leistungsaufnahme auch. Ein Extra bietet hier die smarte Steuerung: Über eine App lässt sich das Gerät von unterwegs bedienen.
Ob sich die zusätzliche Power auszahlt? Das Ergebnis liegt nach 30 Minuten im saunaähnlichen Badezimmer bei 150 Millilitern Kondenswasser und satten 24 Prozent weniger Luftfeuchtigkeit. Experte Feldmann erklärt: Auch wenn man hier in Sachen reiner Entfeuchtungsleistung ein ähnliches Ergebnis erkenne wie beim Pro-Breeze-Luftentfeuchter, sei hier on top die relative Luftfeuchtigkeit deutlich gesunken.
Auch bei diesem Gerät gibt es einen leisen Modus mit rund 50 Dezibel, während der Entfeuchter im stärksten Betrieb die 60-Dezibel-Marke knackt.
Insgesamt liegt bei allen Geräten der Stromverbrauch im einstelligen Cent-Bereich, was deutlich macht: Stromkostentechnisch stellen Luftentfeuchter im Alltag keinen entscheidenden Faktor dar. Und: Alle drei Modelle im Test haben einen leistungsreduzierten Flüstermodus verbaut.
Fazit: Der Comfee Luftentfeuchter* liefert gute Ergebnisse und senkt auch die relative Luftfeuchtigkeit im Bad erheblich - ein echtes Plus!
Fazit zum Luftentfeuchter-Test 2026
Unser Test zeigt: Abgesehen vom klassischen Lüften können Luftentfeuchter durchaus sinnvoll sein, wenn es darum geht, die Feuchtigkeit in Räumen zu verringern. Entscheidend bei der Auswahl ist, dass die Leistung zum eigenen Bedarf passt. Höherpreisige Geräte haben in der Regel mehr Power und könnten dadurch mehr Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen, erklärt unser Experte. Deswegen rät er dazu, im Zweifel etwas mehr zu investieren und zum leistungsstärkeren Profigerät zu greifen.
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