Gesunde Beißer für wenig GeldGünstigste Kinderzahnpasta putzt bei Warentest alle weg

Für die Kleinen immer nur das Teuerste? Muss nicht sein!
Denn wie Stiftung Warentest jetzt zeigt, fällt die mit Abstand teuerste Kinderzahnpasta komplett durch – die drei günstigsten glänzen dagegen mit Bestnoten.
Fluorid ist ein Muss
Insgesamt wurden 18 Kinderzahnpasten für Milchzähne geprüft, von Discounter-Eigenmarken über Drogerie-Produkte bis zu Premium- und Naturkosmetik-Marken. Wichtig waren dem Test-Team dabei vor allem der Schutz vor Karies, die Handhabung und eventuelle umweltkritische Inhaltsstoffe.
In den meisten Zahnpasten steckt Fluorid. Es fördert die Härtung des Zahnschmelzes und kann Karies vorbeugen. Das gilt auch schon für Milchzähne. Zwei Drittel der getesteten Zahnpasten konnten das Verbrauchermagazin in dieser Hinsicht überzeugen.
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Testsieger teils vom Discounter
Sechs Zahncremes für die Kleinen fielen allerdings als „mangelhaft” durch, darunter auch das teuerste Produkt: Es enthält weniger als die Hälfte der empfohlenen Menge. Fünf weitere Zahnpasten verzichten komplett auf Fluorid und beinhalten stattdessen zum Beispiel Hydroxylapatit oder Xylit. Hier kritisiert Warentest, dass die Wirksamkeit als Fluorid-Ersatz wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist.
Erfreulich: Fünf Kinderzahnpasten bekamen die Note „sehr gut”, darunter auch drei der günstigsten. Testsieger sind die Eurodont Kinder Zahncreme von Aldi, Dentalux Kids von Lidl und das Alterra Zahngel Kinder von Rossmann (jeweils Note 1,1). Alle enthalten die für Kinder bis sechs Jahre empfohlene Fluoridmenge von 1.000 ppm (parts per million).
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Wie viel Zahnpasta kommt auf die Bürste?
Die Testsieger punkten außerdem mit einer kleinen Tubenöffnung. Denn zu viel Fluorid sollten die Kleinen auch nicht auf die Zähne kriegen. Als Faustregel gilt laut Stiftung Warentest: Bis zum zweiten Geburtstag putzen Kinder mit einer Menge von der Größe eines Reiskorns. Von zwei bis sechs Jahren kommt eine erbsengroße Portion auf die Bürste.
Dazu raten die Expertinnen und Experten außerdem:
Ab zwei Jahren sollte ein Kind langsam lernen, selbst die Zähne zu putzen. Bis es acht bis zehn Jahre alt ist, putzen die Eltern aber noch nach.
Wichtig ist nicht die Dauer, sondern dass jeder Zahn gründlich geputzt wird. Dafür gibt es die KAI-Regel: Erst kommen die Kauflächen dran, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen.
Ist die Zahnpasta nach dem Putzen ausgespuckt, wird der Mund – wenn überhaupt – nur leicht mit Wasser ausgespült. Zu kräftiges Spülen reduziert nämlich die Wirkung des Fluorids. (dpa/rka)
Verwendete Quellen: dpa, test.de
































