Drama in der 21. SchwangerschaftswocheFehlgeburt auf Kreuzfahrt – Vater muss sich per Video-Telefonat von Zwillingen verabschieden

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Jetzt trauern die werdenden Eltern um ihre Babys.
GoFundMe

Beide Babys überleben nicht.
Für Paris und John Ajaero aus Maryland (USA) könnte das Glück kaum größer sein, als sie erfahren, dass sie Zwillinge erwarten. Doch eine Kreuzfahrt wird für das Paar zum Albtraum: Paris erleidet eine Frühgeburt, beide Babys sterben. Jetzt versuchen die Eltern verzweifelt, ihre Kinder aus Mexiko nach Hause zu bringen.

Die Wehen setzen auf dem Schiff ein

Anfang Oktober erfährt das junge Paar, dass es Eltern wird, und dass sogar Zwillinge unterwegs sind. Anfang Februar bricht Paris gemeinsam mit ihrer Mutter Lois zu einer Gospel-Kreuzfahrt auf, für die sie über ein Jahr lang gespart hat. Sie wollte noch einmal besondere Erinnerungen mit ihrer Mutter schaffen, bevor sie ihre Zwillinge in die Welt willkommen heißt, schreibt ihre Freundin Rhonda Wall in einem GoFundMe-Aufruf.

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Doch schon in der ersten Nacht ändert sich alles. „Ich konnte einfach keine bequeme Position finden und bekam schließlich vorzeitige Wehen auf dem Schiff“, erinnert sich Paris Singleton-Ajaero im Gespräch mit dem US-Sender WMAR‑2 News. Zu dem Zeitpunkt ist sie erst in der 21. Schwangerschaftswoche. Die Situation ist ernst. Die junge werdende Mutter wird sofort ins medizinische Zentrum des Kreuzfahrtschiffes gebracht.

Dort bringt sie Stunden später ihren Sohn JJ tot zur Welt. „Mein Sohn wurde auf dem Schiff geboren, und ich konnte in dem Moment gar nicht richtig begreifen, was da geschah“, erzählt Paris WMAR-2 News. Das Schiff legt schließlich in Cancún, Mexico an, wo Paris in ein Krankenhaus gebracht wird. Dort verliert sie auch ihre Tochter, Journey Rose. „Letztendlich hatte sie kein Fruchtwasser mehr, also wurde mir gesagt, dass ich das Krankenhaus nicht verlassen könne, bevor sie geboren ist“, sagt sie WMAR-2 News.

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John sieht seine Kinder nur per Video-Anruf

Als Paris im Krankenhaus ihren Mann anruft, um ihm zu erzählen, was passiert ist, sieht der junge Vater John seine Kinder nur über den Bildschirm. „Es war, als würde jemand in deine Brust greifen und dein Herz zusammendrücken“, beschreibt John Ajaero WMAR-2 News den Moment, den er als „zugleich wunderschön und zutiefst schmerzhaft“ erlebt.

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Paris wird einen Tag nach der Geburt entlassen und reist zurück in die USA, jedoch ohne ihre Zwillinge. Zurück in Maryland stellen Ärzte fest, dass eine Muttermundschwäche der Auslöser für die Frühgeburt war. Bis zu dem tragischen Vorfall war die Schwangerschaft des jungen Paares völlig problemlos verlaufen.

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Zwillinge sind noch in Mexico

Die Zwillinge befinden sich weiterhin in Mexiko. „Ich konnte sie bisher nicht in den Arm nehmen, das ist ein weiterer schmerzhafter Teil dieser Erfahrung“, sagt John WMAR-2 News. Das Paar will seine Kinder unbedingt nach Hause holen, um ihnen eine würdevolle Beerdigung zu ermöglichen. Doch allein der Transport koste mehrere Tausend Dollar.

Rhonda Wall, eine Freundin des Paares, hat deshalb eine GoFundMe-Kampagne gestartet und bittet um Spenden, damit die Zwillinge so bald wie möglich in die USA überführt werden können. (vhö)

Verwendete Quellen: GoFundMe, WMAR-2 News