Vor allem Lehrbücher betroffenInflation macht viele Schulmaterialien teurer

Kein elterliches Recht auf bestimmte Schulbücher. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv
Die Preise für Schul- und Lehrbücher haben sich deutlich erhöht (Symbolbild).
DPA

Wer kann das noch bezahlen?
Stifte, Hefte, Bücher: Die Inflation macht so manche Schulmaterialien teurer. Für deren Kauf mussten Verbraucher im Juni mehr ausgeben als noch ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt zu seiner Auswertung mitteilte.

Preise für Schulbücher deutlich gestiegen

Demnach erhöhten sich etwa die Preise für Schul- und Lehrbücher um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat besonders deutlich. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt zogen im selben Zeitraum mit 2,0 Prozent nur etwa halb so stark an.

„Bei anderen Schulmaterialien fiel die Preissteigerung geringer aus”, fanden die Statistiker heraus. So stiegen die Preise für Papierprodukte wie Schulhefte oder Zeichenblöcke unterdurchschnittlich: Sie lagen mit plus 0,3 Prozent nur geringfügig über dem Niveau des Vorjahresmonats. Für anderes Schreib- und Zeichenmaterial mussten Verbraucher 1,7 Prozent mehr zahlen als im Juni 2024. Darunter fallen beispielsweise Füller, Stifte und Farbkästen. Schulmaterialien haben insgesamt nur einen sehr kleinen Anteil an dem Warenkorb, den die Statistiker für die Berechnung der Inflationsrate heranziehen.

Lese-Tipp: Verlag vermittelt falsche Inhalte beim Thema Klima

Inflation in Deutschland hat sich beruhigt

Insgesamt hat sich die Inflation in Deutschland wieder beruhigt. Nach Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dürften die Verbraucherpreise in diesem Jahr um durchschnittlich 2,1 Prozent zulegen, nachdem die Teuerungsrate im vergangenen Jahr noch bei 2,2 Prozent gelegen hatte. 2023 hatte sie 5,9 Prozent betragen, nachdem 2022 mit 6,9 Prozent ein historischer Höchststand erreicht worden war.

Lese-Tipp: Wie schwer darf ein Schulranzen für Kinder eigentlich sein?

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hatten sich zunächst Energie und viele Rohstoffe stark verteuert, später zogen auch die Lebensmittelpreise spürbar an. Die Europäische Zentralbank (EZB) erachtet eine Teuerungsrate von zwei Prozent als ideal für die wirtschaftliche Entwicklung in der Währungsunion. (bst/rts)