56 Menschen verletzt, elf in kritischem ZustandTragisches Zugunglück – Fahrer stirbt bei Horror-Kollision nahe London

Bei einem Zusammenstoß zweier Züge nördlich von London ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, Dutzende weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Warum es zu der Kollision kam, ist bislang nicht bekannt.
Bei einer Kollision zweier Züge nördlich von London ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zudem gab es mehrere Verletzte, wie der britische Gesundheitsminister James Murray mitteilte. Das Unglück ereignete sich auf einer Bahnstrecke südlich von Bedford, rund 100 Kilometer nördlich der britischen Hauptstadt. Nach Angaben der britischen Transportpolizei stießen am Freitag zwei Züge der Gesellschaft East Midlands Railway zusammen. Die örtlichen Rettungskräfte seien im Einsatz. Der britische Rettungsdienst erklärte, bei dem Zugunglück seien insgesamt 56 Menschen verletzt worden, davon elf Menschen „sehr schwer“. Ein Mensch sei noch am Unfallort verstorben. Angaben der Gewerkschaft RMT zufolge handelt es sich bei dem Toten um den Zugführer von einem der beiden Züge.
Ein Augenzeuge, der als Arzt an Bord eines der Züge war, beschrieb im Onlinedienst Bluesky einen plötzlichen Aufprall. Ein Waggon sei entgleist. Dem Sender Sky News zufolge berichtete der Mann zudem von schwer verletzten Passagieren, die teils Knochenbrüche erlitten hätten. Ein von einem Fahrgast in den sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigte die ineinander verkeilten Züge.
Fahrgäste berichteten der Nachrichtenagentur PA zufolge, dass Menschen bei dem Aufprall gegen Sitze geschleudert worden seien. Es sei Rauch zu sehen gewesen. Menschen „weinten und schrien“, sagte demnach ein Passagier. Der Bahnbetreiber East Midlands Railway stellte den Zugverkehr von und nach London für den Rest des Tages ein. Auch die Verbindung zwischen Luton und Bedford war gesperrt.
Zahlreiche Rettungskräfte seien im Einsatz, alle Verletzten seien vor Ort versorgt oder in ein Krankenhaus gebracht worden. 20 Krankenwagen und sechs Rettungshubschrauber seien im Einsatz. Online veröffentlichte Bilder zeigten zwei ineinander verkeilte Züge und Passagiere auf den Schienen.
Laut einem Sprecher der Bahngesellschaft kollidierten zwei EMR-Personenzüge zwischen den Bahnhöfen London St. Pancras und Leicester. Einer der beiden Züge sei in Corby losgefahren, der andere in Nottingham. Bis auf weiteres bleibe der Bahnhof London St. Pancras für den Zugverkehr gesperrt. Eine Ursache des Unglücks wurde zunächst nicht genannt.
Premierminister Keir Starmer bezeichnete das Zugunglück als „äußerst besorgniserregend“. Seine Gedanken seien bei den betroffenen Personen und deren Familien. „Ich bin den Rettungskräften für ihre schnelle Reaktion auf diesen tragischen Vorfall dankbar“, erklärte Starmer.
Verwendete Quellen: mau/rts/AFP/dpa


