Tatverdächtiger auf freiem Fuß: Mann wirft Kind (3) ins Krokodilgehege – mehrere Brüche!
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Ein 30-jähriger Mann hat am Donnerstag (17. Juni) einen dreijährigen Jungen in einem beliebten englischen Zoo in ein Krokodilgehege geworfen. Das Kind ist in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Der Mann wurde wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen.
Für den kleinen Jun-gen sollte es ein schöner Nachmittag im Zoo werden. Hier im „Johnson’s of Old Hurst“ in Huntingdon, England. Tiere beobachten, wie die-se Krokodile. Und dann passiert es:
Carolin Blatzheim, RTL-Reporter: „Ein Mann soll den dreijährigen Jungen auf einem der Besucherwege gepackt, hochgehoben und über den rund 1,20 Meter hohen Zaun geworfen haben. Vier Meter tief soll das Kleinkind dann in das Krokodil-Gehege gestürzt sein. Augenzeugen berichten, dass die Ehefrau des Zoobesitzers sofort reagierte und in das Krokodilgehege gesprungen ist, um den Dreijährigen zu retten."
Die Reptilien werden hier in diesem Tropenhaus gehalten. Metallgitter und erhöhte Laufstege trennen normalerweise Tiere und Besucher. Ein Sicherheitsabstand, der unbedingt notwendig ist.
Dr. Felix Husemann, Tierarzt und Direktor NaturZoo Rheine: „Denken die Tiere vielleicht, es findet eine Fütterung statt? Denken die Tiere, Es ist ein Eindringling in meinem Revier. Krokodile sind grundsätzlich sehr rudimentär gestrickt und sehr instinktiv gesteuert."
Die Familie des Dreijährigen wird jetzt psychologisch betreut. Es ist ein Schock. Auch für die Zoobetreiber: „Unsere Gedanken und Gebete gelten dem Jungen und seiner Familie nach dem Vorfall, der sich heute ereignet hat. Aus Respekt gegenüber der Familie bleibt unser Tropenhaus bis auf Weiteres geschlossen."
Der Rest des Zoos ist weiterhin geöffnet. Hier treffen wir heute eine Mutter, die seit Jahren herkommt - auch ihr Kind ist drei Jahre alt.
Mutter: „Das ist wirklich beängstigend. Ich denke, ich werde noch besser auf sie aufpassen. Es ist so traurig, dass sowas in einem so beliebten Zoo passiert."
Der kleine Junge wird schwer veretzt ins Krankenhaus gebracht. Laut englischer Polizei in einem „kritischen, aber stabilen" Zustand.
Er soll ein gebrochenes Becken und einen gebrochenen Arm haben. Vom Sturz. Offenbar haben ihn die Krokodile nicht angegriffen. Bestätigt ist das aber noch nicht.
Dr. Felix Husemann, Tierarzt und Direktor NaturZoo Rheine: „Krokodile sind in erster Linie ja keine Bestien, die darauf warten, dass irgendwas in das Gehege reinkommt und die sich dann sofort darauf stürzen können. Das heißt, wenn das Krokodil nicht davon ausgegangen ist, dass jetzt gerade eine Fütterung stattfindet und dann auch noch mit etwas, was normalerweise gar kein bekanntes Futter ist (...) dann spricht ganz viel dafür (...) dass deswegen von den Tieren in dem Moment auch keine Gefahr ausging."
Die Polizei nimmt den 30-Jährigen fest, der das Kleinkind in das Gehege geworfen haben soll. Wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Inzwischen ist er gegen Kaution wieder frei. Er soll den Jungen nicht gekannt haben.
