Buckelwal in Ostsee gestandetWal-Kampf eskaliert! Jetzt entbrennt ein Streit um Timmy
Die Retter gegen die Behörden!
Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal Timmy muss gerettet werden, da sind sich alle einig. Doch während in der Wismarer Bucht (Mecklenburg-Vorpommern) der private Rettungsversuch weiter anläuft, entbrennt hinter den Kulissen ein Streit.
„Wir sind an Recht und Gesetz gebunden”
Bei dem Streit geht es nicht direkt um den Wal selbst, aber um seine Rettung! Das Umweltministerium weist jetzt den Vorwurf zurück, dass Behörden den Bergungsversuch des gestrandeten Tieres verzögern oder behindern.
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Minister Dr. Till Backhaus betont in einer Stellungnahme, die RTL vorliegt: „Wir sind hochgradig flexibel – aber diese Flexibilität hat Grenzen. Wir sind an Recht und Gesetz gebunden – nicht zuletzt, um sicherzustellen, dass der Wal durch den Bergungsversuch keine zusätzlichen Schäden davonträgt.“

Ministerium betont: Es geht immer um das Wohl des Ostsee-Buckelwals!
Eine solche pauschale Kritik werde der tatsächlichen Lage nicht gerecht und lasse sich anhand konkreter Beispiele rasch widerlegen, heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums. So seien beispielsweise Drohnenüberflüge kurzfristig ermöglicht worden und eine extra aus Hawaii angereiste Tierärztin habe zur Unterstützung der Rettungsmission schnell eine temporäre Erlaubnis erhalten.

Das Ministerium betont: Der Bergungsversuch selbst bedurfte keiner Genehmigung, ebenso wenig die einzelnen Maßnahmen. Die Initiative trägt die volle Verantwortung. „Das Land begleitet und berät und hat klar vorgegeben, dass Abweichungen vom vorgelegten Konzept zwingend mit den Veterinären des Landes abzustimmen sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle Maßnahmen rechtzeitig und transparent kommuniziert und getroffene Absprachen eingehalten werden.” Maßstab allen Handelns bleibe stets das Wohl des Tieres.
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Retter sprechen von lästigen Genehmigungen
Am Samstag (18. April) sprachen die Retter von einem großen Problem: der Bürokratie. „Es ist sehr, sehr schwierig, weil jeder Schritt tatsächlich genehmigt werden muss”, sagte Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr, die vor Ort im Einsatz ist. So komme es zum Beispiel wegen schriftlicher Anträge zu Verzögerungen. „Wir wären auch gerne schon weiter.”
Gegen diese Darstellung wehrt sich nun das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern. Währenddessen hängt der tonnenschwere Buckelwal Timmy schon seit 20 Tagen fest ...
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche

