„Wir kümmern uns – bis zur letzten Minute” Haltet ihr den Umgang mit dem gestrandeten Wal für richtig? Hier abstimmen!

Er hat eine weitere Nacht überstanden!
„Der Wal atmet alle vier bis fünf Minuten und gibt auch Laute von sich”, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Samstag (4. April) über den Zustand des vor Wismar gestrandeten Buckelwals. Am Morgen hatte bereits ein Ministeriumssprecher erklärt, dass sich der Zustand des Tieres nicht verändert habe. Es habe in der Nacht keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Der geschwächte Wal liegt weiterhin vor der Insel Poel im flachen Wasser.
Experten sollen Wal nach Ostern nochmal begutachten
Backhaus, der sich am Samstag noch einmal ein Bild von der Lage machen wollte, sagte, dass nach den Ostertagen noch einmal Fachleute den Gesundheitszustand des Tieres begutachten sollen. „Das ist für alle weiteren Planungen wichtig.”
Seit Freitag benetzen Einsatzkräfte der Feuerwehr die verletzte Haut des Tieres regelmäßig mit Wasser, um die Schmerzen zu lindern. „Da sich die Windverhältnisse geändert haben, wurde nach eingehender Beratung entschieden, die Sprinkler so zu versetzen, dass die Befeuchtung weiter gegeben ist”, sagte Backhaus.
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Im Netz sammeln sich zahlreiche Kommentare zum Umgang mit dem Wal. Die einen kritisieren, dass dem Wal nicht ausreichend geholfen werde, andere kritisieren, dass er nicht von seinem Leid erlöst wird. So heißt es unter einem Post auf dem „ZDF heute”-Instagram-Kanal: „Man sollte das physiologische Leid dieses Säugetiers anerkennen und es professionell erlösen”. Jemand anderes schreibt: „Einen toten Wal ins Museum bringen, ist kein Problem. Aber einen lebendigen Wal in die Nordsee, in seinen Lebensraum zu begleiten, das ist nicht möglich.”
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Wal wird weiter betreut – Kritik weist Backhaus zurück
Backhaus jedenfalls wies Kritik an dem Umgang mit dem Wal erneut zurück. „Wir kümmern uns – bis zur letzten Minute.” Die Walwache durch die Polizei und die Mitarbeitenden sei sichergestellt. „Die Situation ist für alle beteiligten physisch und psychisch sehr belastend und das Engagement nicht selbstverständlich.”
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Backhaus bedankte sich für alle bereits eingereichte Konzepte zur Rettung oder Bergung des Tieres. „Alle ernstzunehmenden Konzepte werden von uns sorgfältig geprüft, und zwar aus technischer Sicht aber auch im Hinblick auf den Tierschutz.”
Gleichzeitig wies er zur Vorbeugung von Gerüchten darauf hin, dass die in Rostock heulenden Sirenen nichts mit dem Wal zu tun hätten. Die gehörten vielmehr zum kommunalen Warntag, bei dem in Rostock und Schwerin Sirenen, Warnapps und Stadtinformationstafeln getestet worden seien.
Video-Tipp: Hier hatte sich der Wal am Timmendorfer Strand festgeschwommen
Rettungsversuche eingestellt!
Seit Anfang März hatte sich der Buckelwal viermal festgesetzt. Dreimal war es ihm gelungen, wieder loszuschwimmen. Zunächst war er im Hafen von Wismar gesichtet worden, später am Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein und letztlich war er vor Wismar gestrandet.
Am Mittwoch waren jegliche Rettungsversuche des am Dienstag vor Poel gestrandeten Wals eingestellt worden. Nach Angaben der Fachleute und Meeresschützer vor Ort wird das Tier wohl in der Bucht sterben. Wie lange der Wal noch überleben wird, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht vorhersagen. (dpa/vho)
Verwendete Quelle: dpa, Instagram/zdfheute


