Amtliche Warnung des DWD verschärftRTL-Hitze-Ticker: Zwei Arbeiter sterben bei Unfall auf Autobahn 31 - kilometerlanger Stau in der Gluthitze

Unfall auf der Autobahn im Emsland - zwei Tote
Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn an einer Baustelle stehen ein beschädigter LKW und ein weiteres Fahrzeug auf der Straße. Bei dem Unfall auf der Autobahn 31 im Emsland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden mehrere Menschen bei dem Unglück zwischen Meppen und Lingen verletzt.
NWM-TV, NWM-TV/dpa

Die Hitze hat Deutschland fest im Griff!
Seit Tagen halten sich die Temperaturen schon im mittleren bis oberen 30er-Bereich, täglich erreichen uns Wetterwarnungen. Und es soll auch weiter heiß bleiben. Alles, was ihr rund um die aktuelle Hitzewelle wissen müsst, lest ihr im Hitze-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Hitzewelle im Hitze-Ticker auf RTL.de

Roger Saha

Zwei Arbeiter sterben bei Unfall auf Autobahn 31: Mega-Stau in Gluthitze


Zwei Arbeiter sind bei einem Unfall an einer Baustelle auf der A31 im Emsland ums Leben gekommen. Bei einem der Männer habe es noch Reanimationsversuche gegeben, sagte Daniel Wester von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Hesepe. Doch für die 34 und 60 Jahre alten Arbeiter kam jede Hilfe zu spät. Zwei weitere Menschen kamen leicht verletzt mit einem Krankenwagen in eine Klinik, darunter ein 36 Jahre alter Lkw-Fahrer, der als Unfallverursacher gilt.
Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den tödlich Verletzten um Arbeiter, die an der Baustelle im Einsatz waren. Einer der Männer wurde bei dem Unfall unter einem Fahrzeug eingeklemmt. 

Was bisher über den Unfall bekannt ist

Der Unfall ereignete sich am Mittag zwischen Meppen und Lingen. Ein in Richtung Süden fahrender Lastwagen fuhr laut Polizei in ein Fahrzeug, mit dem die Baustelle abgesichert wurde. Durch die Wucht des Aufpralls erfasste das Absicherungsfahrzeug dann zwei Bauarbeiter. Wie genau es zu dem Unglück kam, wird noch ermittelt.
Die Fahrzeuge wurden stark beschädigt, eines blockierte quer die Autobahn. Auf der Fahrbahn lagen Scherben, Trümmer sowie Werkzeuge wie ein Handbesen und eine Schaufel. Einsatzkräfte versuchten mit rotem Sand, Flüssigkeiten unter den Fahrzeugen zu binden. 

Kilometerlanger Stau bei Hitze

Ein Rettungshubschrauber landete auf der Fahrbahn, mehrere Krankenwagen waren im Einsatz. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sicherten die Unfallstelle. 
Die Autobahn in Fahrrichtung Süden ist bis in den Abend gesperrt, die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau - bei extremer Hitze. Einsatzkräfte leiteten die Autos um. "Die Autobahn bleibt noch länger gesperrt", sagte Wester am Nachmittag.


Svenja Hoffmann

Wettervorhersage bis Donnerstag, 25. Juni

Im Video ⬇️
Camilla Koziol

Hitzewelle in Frankreich: Eiffelturm schließt am Nachmittag vorzeitig

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich schließt der Eiffelturm am Dienstag früher als üblich. Das berühmte Wahrzeichen bleibe nur bis 16.00 Uhr geöffnet anstatt wie üblich bis 00.45 Uhr, teilte die Betriebsgesellschaft mit. "Wir sehen uns gezwungen, uns an die große Hitze anzupassen: Die Sicherheit unserer Mitarbeiter und unserer Besucher hat Priorität", betonte das Unternehmen. Voraussichtlich werde der Eiffelturm auch am Mittwoch vorzeitig geschlossen werden.

Frankreich ist derzeit fest im Griff einer Hitzewelle von bislang unbekanntem Ausmaß. Seit Montag gilt in mehr als der Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot, in zahlreichen weiteren Départements gilt die zweithöchste Warnstufe. Damit sind etwa 90 Prozent der Bevölkerung von potenziell gesundheitsschädlichen Extremtemperaturen betroffen.
Für Dienstag rechnete der Wetterdienst mit Temperaturen von bis zu 44 Grad im Südwesten des Landes. In den vergangenen Tagen waren mehrere historische Höchstwerte übertroffen worden: Am Montag wurde der bislang heißeste Nachmittag seit Beginn der Aufzeichnungen registriert, die landesweite durchschnittliche Höchsttemperatur erreichte 37,8 Grad. Der vorherige Höchstwert von 37,7 Grad stammte von 2003, allerdings von Anfang August.
Svenja Hoffmann

Trinkwasser wird knapp! Strenge Regeln in vier OWL-Kommunen – sonst Bußgeld

Weil bei der tagelangen Hitze zu viel Trinkwasser verbraucht wird, verbieten vier Kommunen in Ostwestfalen jegliche nicht notwendige Nutzung. Ab Mittwoch (24. Juni) gilt in Hille, Hüllhorst, Bad Oeynhausen und Löhne eine Verordnung, die etwa die Trinkwassernutzung zum Rasensprengen, Autowaschen oder Poolbefüllen untersagt, wie der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ mitteilt. Die entsprechenden Verordnungen wurden nun in den Amtsblättern veröffentlicht. 
Es dürfe nur noch zum Kochen, Trinken und für die persönliche Hygiene genutzt werden. Die Verordnung untersagt dagegen Ziergärten, Rasen oder Hofflächen zu bewässern, Autos zu waschen oder private Schwimmbecken oder Zisternen zu füllen. Verstöße könnten von den Ordnungsämtern mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. 

Regeln können noch über Hitzeperiode hinaus andauern
Hintergrund sei ein anhaltend hoher Trinkwasserverbrauch, der trotz vorangegangener Sparappelle nur wenig reduziert worden sei. Dies habe dazu geführt, dass die Hochbehälterstände des Wasserversorgers kontinuierlich sinken, weil mehr Wasser entnommen werde als durch eigene Förderung und Zulieferung nachfließen könne, so der Wasserversorger. Sinke die Füllmenge unter einen kritischen Wert, könne die Wasserversorgung zusammenbrechen, heißt es im Amtsblatt.
Wie lange der Ausnahmezustand gelten soll, ist offen. Die Lage werde täglich neu bewertet. Weil die Gesamtsituation aufgrund dauerhaft geringerer Trinkwassermengen einzelner Zulieferer auch ohne die aktuellen Spitzenverbräuche angespannt sei, könne die Verordnung auch „weit über die akute Hitzeperiode bestehen bleiben“, heißt es beim WBV „Am Wiehen“. 

Trinkwassersituation in vielen OWL-Gemeinden angespannt
In Ost-Westfalen setzen mehrere Wasserversorger auf sogenannte Trinkwasserampeln, um die Bürgerinnen und Bürger bei drohender Knappheit zum richtigen Verhalten anzuhalten. In Bielefeld, Minden, Rheda-Wiedenbrück, Geseke oder Rietberg zeigt beispielsweise eine auf Gelb geschaltete Ampel aktuell eine angespannte Trinkwasserversorgung an.
Es wird zum Sparen aufgerufen. In den vier Gemeinden Hille, Hüllhorst, Löhne und Bad Oeynhausen im Nordosten NRWs stand die Ampel bereits seit mehreren Tagen auf Rot.
Doch der damit verbundene Appell auf nicht notwendige Nutzung zu verzichten, habe nicht ausreichend gewirkt. „Die Verbrauchsmengen haben ein Niveau erreicht, das sich allein über Freiwilligkeit nicht mehr beherrschen lässt“, so Michael Kasche, Bürgermeister in Hüllhorst und Vorsteher im Wasserbeschaffungsverband. „Wir müssen die Versorgung für alle schützen  – und das geht jetzt nur noch mit verbindlichen Regeln für alle.“ (dpa)
 
Svenja Hoffmann

Aktuelle Temperaturen sind „rekordverdächtig“ – wie lange noch?

Tagsüber Hitze und nachts kaum Abkühlung: Deutschland schwitzt in der aktuellen Hitzewelle rund um die Uhr. Und in den kommenden Nächten wird es laut Deutschem Wetterdienst noch wärmer. Es sei durchaus denkbar, dass die Temperaturen in größeren Ballungsgebieten im Westen nachts nicht unter 24 oder 25 Grad sinken  –  „also volltropische und wohl auch rekordverdächtige Verhältnisse und ohne Klimaanlage eigentlich auch schon unerträglich“, sagt Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale. 
Am Mittwoch werden es laut Vorhersage im Westen und Südwesten entlang von Rhein, Main und Mosel bis zu 38 Grad, auch im Osten und Norden gibt es verbreitet mehr als 30 Grad.

„Donnerstag und Freitag steigert sich das Ganze weiter“
„Donnerstag und Freitag steigert sich das Ganze weiter“, erklärt Dietzsch. Am Donnerstag werden es demnach bis zu 39 Grad, am Freitag steigt der Wert weiter: Einzelne Prognosen sagen laut Wetterdienst lokal 41 Grad voraus, „aber eine gewisse Unsicherheit besteht trotz allem noch“.
Am Freitag greife die Hitze dann auch auf das restliche Land über. Weniger als 35 Grad gebe es dann nur noch nördlich der Elbe und gebietsweise südlich der Donau, hieß es. Ansonsten werde es zwischen 36 und 38 Grad warm, in der Südwesthälfte teils zwischen 39 und 40 Grad.

Wann wird es wieder kühler?
Die bislang in Deutschland höchste Temperatur wurde am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl mit 41,2 Grad gemessen. Der heißeste Tag im Juni wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) mit 39,6 Grad registriert.
„Echte Linderung ist bezüglich der Hitze auch nicht absehbar in Sicht“, schreibt Dietzsch. „Erst zu Beginn der kommenden Woche deutet sich eine leichte Abkühlung an, die aber nach den aktuellen Prognosen auch nur den Nordwesten erreicht.“ Sonst liegen die Temperaturen demnach auch weiterhin bei über 30 Grad. „Diese bereits jetzt rekordverdächtige und zunehmend extreme Hitzewelle dauert also noch mindestens die ganze Woche an!“ (dpa)
 
Svenja Hoffmann

14-Jähriger nach Badeunfall in Gelsenkirchen tot

Wieder ein Todesfall am Rhein-Herne-Kanal: Erst ein 16-Jähriger, jetzt ein 14-Jähriger. Warum häufen sich die Unglücke? Die Polizei zieht Konsequenzen.
Zwei Tage nach einem schweren Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal bei Gelsenkirchen ist ein 14-jähriger Junge seinen Verletzungen erlegen. Sein 19 Jahre alter Bruder, der mit ihm im Wasser war, schwebt weiter in Lebensgefahr. Das teilte die Gelsenkirchener Polizei auf Anfrage mit.
Die beiden waren der Polizei am Sonntagabend gegen 22.10 Uhr als vermisst gemeldet worden. Taucher hatten die Jugendlichen nach etwa 20 Minuten aus dem Wasser geborgen. Sie kamen in Krankenhäuser.
Die genauen Umstände des Unfalls seien noch Gegenstand der Ermittlungen, so die Polizei. Sie kündigte an, in dem Park am Kanal ihre Streifen zu verstärken. 
Erst einen Tag zuvor – am Samstag – hatte es ganz in der Nähe der Unfallstelle einen tödlichen Badeunfall eines 16-Jährigen gegeben. Der Jugendliche war beim Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal plötzlich in Not geraten und untergegangen. Er konnte nur noch bewusstlos aus dem Wasser geborgen werden und starb in der Nacht im Krankenhaus. (dpa)
Svenja Hoffmann

Nicht nur Deutschland schwitzt! In Teilen Spaniens herrschen nachts bis zu 30 Grad

Wegen extrem hoher Temperaturen gilt für fast ganz Spanien eine Hitzewarnung. Die spanische Wetterbehörde Aemet rief am Dienstag die höchste Alarmstufe Rot, die vor „ungewöhnlicher Gefahr“ wegen hoher Temperaturen warnt, für Gebiete rund um das südspanische Córdoba sowie im Norden des Landes für Bilbao und Teile der Region Kantabrien aus. Für das ebenfalls im Norden gelegene Baskenland wurden Temperaturen von bis zu 40 Grad im Schatten vorhergesagt.
 
Lese-Tipp: Kann ich meinen Urlaub wegen extremer Hitze stornieren?

Für weite Teile von Zentral- und Nordspanien wurde am Dienstag die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen. Für fast den gesamten Rest des Landes galt die Hitze-Warnstufe gelb. Nur für einige Küstengebiete wurde keine Warnung herausgegeben.
Die spanischen Behörden riefen Einwohner und Touristen auf, regelmäßig Wasser zu trinken, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und körperliche Aktivitäten im Freien während der heißesten Stunden des Tages zu vermeiden. Außerdem wurden die Menschen aufgerufen, sich um besonders anfällige Menschen wie Senioren zu kümmern.
Die Hitzewelle hatte in Spanien am Sonntag begonnen und wird voraussichtlich bis mindestens Donnerstag andauern. Am Montag registrierten 101 der 828 Aemet-Wetterstationen im Land Temperaturen von mindestens 40 Grad. Bei etwa 30 Messstationen sanken die Temperaturen in der Nacht zu Dienstag nicht unter 25 Grad. An der Küste von Almeira in der südlichen Region Andalusien lagen die Temperaturen die dritte Nacht in Folge auch nach Sonnenuntergang bei über 30 Grad.
Spanien gehört Klimawissenschaftlern zufolge zu den Ländern, die am stärksten unter der fortschreitenden Erderwärmung leiden. In den vergangenen Jahren nahmen die Häufigkeit und Intensität der dortigen Hitzewellen zu. Vergangenes Jahr erlebte das Urlaubsland mit einer Durchschnittstemperatur von 24,2 Grad seinen heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn. (afp)
Svenja Hoffmann

Hitze treibt Kieler Trinkwasserverbrauch auf Jahreshoch 

Fast 63 Millionen Liter an einem Tag! Die Hitzewelle treibt die Kieler ans Limit. Warum ein bewusster Umgang mit Wasser jetzt wichtiger wird.
Das Sommerwetter treibt den Trinkwasserverbrauch in Kiel in die Höhe. Am Montag (22. Juni) wurde mit 62,88 Millionen Litern (oder 62.880 Kubikmetern) der diesjährige Tageshöchstwert erreicht, wie die Stadtwerke Kiel mitteilten. Das war zugleich der höchste Wert seit knapp sechs Jahren. „Im August 2020 lieferten wir an einem Tag rund 65 Millionen Liter durch unser über 1.780 Kilometer langes Versorgungsnetz“, sagte Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster.
„Auch wenn uns jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, appellieren wir stets auf einen bewussten Umgang mit Trinkwasser“, sagte Schuster. Der Energieversorger warnt, dass es bei Verbrauchsspitzen zu Engpässen kommen kann. „So können bei starker Trockenheit und Hitze die Aufbereitungsanlagen und Pumpen an ihre Grenzen gelangen. Dies liegt dann jedoch nicht an der Menge des zur Verfügung stehenden Wassers in der Tiefe, sondern am gleichzeitigen Verbrauch im Netz.“
„Sollten an Netzenden viele Verbraucherinnen und Verbraucher zeitgleich Wasser zapfen, beispielsweise für das Sprengen des Rasens oder das Füllen von Swimmingpools, können Druckschwankungen auftreten“, sagte Schuster.
Die Stadtwerke versorgen nach eigenen Angaben rund 330.000 Menschen in Kiel und im Umland mit Trinkwasser. Sie betreiben vier Wasserwerke, in denen Wasser aus einer Tiefe von bis zu 230 Metern gefördert wird. Daneben gibt es sechs Trinkwasserspeicher. Mit den unterirdischen Behältern gleicht das Unternehmen Differenzen zwischen der geförderten und benötigten Wassermenge während der Verbrauchsspitzen im Netz aus. (dpa)
Svenja Hoffmann

Hitzewarnung für fast ganz Deutschland, aber hier droht sogar EXTREME Hitze!

Mittlerweile ist die Warnkarte auf der Website des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fast komplett lila eingefärbt. Somit warnt der DWD in den meisten Bundesländern uneingeschränkt vor Hitze. Nur vereinzelte Kreise in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind manche Landkreise auf der Warnkarte noch grün und somit ohne Warnung.
Teile Nordrhein-Westfalens, Baden-Württembergs und von Rheinland-Pfalz sind mittlerweile sogar dunkellila eingefärbt – hier wird vor extremer Hitze gewarnt.

Die Warnung gilt ab Dienstag, 23. Juni für die folgenden Landkreise in Baden-Württemberg
  • Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg 
  • Kreis Emmendingen  
  • Ortenaukreis  
  • Kreis Rastatt
  • Stadt Baden-Baden
  • Kreis und Stadt Karlsruhe  
  • Enzkreis und Stadt Pforzheim  
  • Stadt Stuttgart
  • Kreis Ludwigsburg
  • Kreis und Stadt Heilbronn 
  • Rhein-Neckar-Kreis und Stadt Heidelberg  
  • Stadt Mannheim
Die Warnung gilt ab Dienstag, 23. Juni für die folgenden Landkreise in Rheinland-Pfalz:  
  • Kreis Germersheim
  • Kreis Südliche Weinstraße 
  • Stadt Landau in der Pfalz  
  • Rhein-Pfalz-Kreis und Stadt Ludwigshafen
  • Stadt Speyer  
  • Stadt Frankenthal (Pfalz) 
  • Stadt Worms  
  • Kreis Bad Dürkheim  
  • Stadt Neustadt an der Weinstraße
Ab dem 24. Juni gilt die Warnung auch in den folgenden Landkreisen in Rheinland-Pfalz:
  • Eifelkreis Bitburg-Prüm
  • Kreis Vulkaneifel  
  • Kreis Ahrweiler  
  • Kreis Ahrweiler
  • Kreis Altenkirchen (Westerwald)
Ab Mittwoch, 24. Juni gilt die Warnung für alle Landkreise in Nordrhein-Westfalen, bis auf Steinfurt, Gütersloh, Bielefeld, Herford, Minden-Lübbecke, Lippe, Paderborn und Höxter.
Der DWD warnt in Teilen Deutschlands sogar vor EXTREMER Hitze.
Der DWD warnt in Teilen Deutschlands sogar vor EXTREMER Hitze. „Quelle Webseite Deutscher Wetterdienst (DWD)"
Svenja Hoffmann

Ältere Menschen sind besonders gefährdet, auszutrocknen! Das ist der Grund

Wenn eine Hitzeperiode länger anhalte, trete meist nach einigen Tagen die sogenannte Exsikkose auf, so Andreas Jerrentrup, Chefarzt im Zentrum für Notfallmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. Bedeutet: Die Menschen trocknen aus. „Sie betrifft vor allem ältere Menschen. Das Durstempfinden ist im Alter reduziert, weshalb oft zu wenig getrunken wird, hinzu können Erkrankungen wie Demenz oder auch Schluckstörungen kommen“, erklärt Jerrentrup. Umso wichtiger ist es, während der aktuellen Hitzeperiode einmal mehr darauf zu achten, dass ältere Familienmitglieder ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
 
Bei leichten Formen genügten ein wiederholtes Anbieten von Flüssigkeit und Trinkpläne, bei schweren Formen müsse ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, weil dann Infusionen notwendig seien. Aus Gießen heißt es: „Unsere Zentrale Notaufnahme hält grundsätzlich einen adäquaten Vorrat an Infusionslösungen vor, der bei Hitzewellen nochmals angepasst wird.“ (mit dpa)
Svenja Hoffmann

Kinder sind besonders gefährdet! So erkennt ihr einen Sonnenstich 

Andreas Jerrentrup, Chefarzt im Zentrum für Notfallmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, hat noch kein erhöhtes Patientenaufkommen aufgrund der Hitze verzeichnet – es wird aber erwartet. „Zum einen gibt es in solchen Hitzeperioden immer wieder Patienten mit Sonnenstichen, sogenannten Insolationen, die durch anhaltende Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken entstehen“, erklärt er. Es komme zu einer Reizung der Hirnhäute und sogar zu einem lokalen Hirnödem, wobei die Körpertemperatur nicht steigen müsse. 

Typisch seien ein hochroter, heißer Kopf bei meist normal temperiertem oder kühlem übrigem Körper, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Unruhe und Ohrgeräusche, sagt der Chefarzt. „Die Beschwerden treten oft erst nach Stunden auf, gelegentlich erst in der Nacht. In schweren Fällen können Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle oder Kreislaufkollaps auftreten.“ Besonders gefährdet seien Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Menschen und Personen mit lichtem Haar. (dpa)

Wie ihr hingegen einen Hitzschlag erkennt und was ihr dagegen tun könnt, lest ihr im Artikel. ⬇️
Svenja Hoffmann

Unikliniken sind auf Hitze-Patienten vorbereitet

Sonnenstiche, Kopfschmerzen, Dehydrierung: Das heiße Wetter kann dem Körper zu schaffen machen. Die Unikliniken in Hessen erwarten mehr Menschen mit solchen Symptomen. Wie gehen sie damit um?
Die Unikliniken in Hessen sind auf die anhaltende Hitzewelle vorbereitet. „Wir verfügen derzeit weiterhin über genügend Betten- und Personalkapazitäten, um die hohe Zahl an Akutfällen zu versorgen“, teilte der Sprecher der Unimedizin Frankfurt mit. 
„In der Notaufnahme der Universitätsmedizin Frankfurt wurden in den vergangenen Tagen sehr viele Patientinnen und Patienten versorgt, deren Behandlung auf saisonale Ursachen zurückzuführen sind“, sagte er. „Dabei handelt es sich sowohl um direkt hitzebezogene Notfälle, aber auch zum Beispiel Schlaganfälle, Motorrad- und andere Unfälle oder Alkoholintoxikationen.“ (dpa)
Svenja Hoffmann

Frisch aus der RTL-Wetterredaktion: Die Prognose für Dienstag, den 23. Juni

Heute scheint häufig die Sonne, am Vormittag sind im Norden und Osten noch einige Wolken dabei. Später ist in der Südhälfte lokal mit Hitzegewittern zu rechnen, im Norden bleibt es trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad an der Nordseeküste und 37 Grad am Oberrhein. 
Johanna Kroke

Drei Tote nach Badeunfällen aus dem Rhein in Hessen geborgen 

Nach Unglücksfällen im Rhein wurden drei Tote geborgen. Die Polizei prüft, ob es sich um die zuvor vermissten Männer handelt. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, sind die Toten im hessischen Landkreis Groß-Gerau geborgen worden. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Einen Zusammenhang zu den drei im Rhein vermissten Männern wollte der Sprecher nicht bestätigen. Im Laufe des Tages solle es weitere Informationen dazu geben.

Am Samstagabend hatte nach Polizeiangaben zunächst die Familie eines 50-Jährigen ihren Angehörigen als vermisst gemeldet. Er sei rund zweieinhalb Stunden zuvor in den Rhein bei Biblis im Landkreis Bergstraße schwimmen gegangen, aber nicht wie sonst nach etwa einer Stunde zurückgekehrt. Daraufhin suchte die Polizei unter anderem per Boot und Hubschrauber den Rhein ab, konnte den Mann aber nicht entdecken. 

Noch während die Beamten im Einsatz waren, hatten Passanten sie vom Ufer aus auf einen weiteren Unglücksfall aufmerksam gemacht. Dabei waren zwei 23- und 27-jährige Nichtschwimmer auf Höhe der sogenannten Nato-Rampe im Rhein untergegangen. Hinzu gerufene Retter der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) machten sich auf die Suche, konnten die beiden Männer aber nicht finden. Notfallseelsorger betreuten Zeugen des Unglücks. 
Johanna Kroke

Explosives Gefahrgut – Sperrung der A8 wieder aufgehoben 

 Ein mit entzündlichem Gefahrgut beladener Lastwagen ist auf der A8 liegen geblieben und hat einen Großeinsatz ausgelöst. Die Autobahn blieb in Fahrtrichtung München lange gesperrt.

Nach einem mehrstündigen Großeinsatz wegen eines Gefahrguttransporters bei Wiesensteig ist die Sperrung der Autobahn 8 in Richtung München wieder aufgehoben worden. Die Gefahr einer möglichen Explosion sei abgewendet worden, teilte die Polizei mit. Spezialisten des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr und einer Fachfirma hätten Entwarnung gegeben. Der Lastwagen konnte seine Fahrt demnach mit Unterstützung der Polizei fortsetzen. 

Der mit rund 40.000 Litern organischem Peroxid beladene Laster war mutmaßlich wegen eines Defekts im Motorraum am Montag gegen 15.00 Uhr liegen geblieben. Weil sich der Gefahrstoff erhitzte, konnte eine Explosion nicht ausgeschlossen werden. Die Autobahn in Richtung München wurde daher zwischen Mühlhausen im Täle und Hohenstadt bis nach Mitternacht gesperrt, erklärte die Polizei am frühen Morgen. Durch die Vollsperrung kam es demnach zu Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Staus. 

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