Warum wir den Sommer noch nicht abschreiben solltenKommt die Hitze im September zurück? RTL-Meteorologe Paul Heger wagt den Ausblick

30 Grad sind tatsächlich noch drin!
Wochenlang Hitze und Trockenheit, jetzt plötzlich Regen und heftige Gewitter. Das Wetter in Deutschland hat einen deutlichen Wechsel hingelegt. RTL-Meteorologe Paul Heger erklärt, was das für den September bedeuten könnte.
Die ganz große Hitze dürfte es jetzt schwer haben
40 Grad und brütende Hitze? Die sieht RTL-Meteorologe Paul Heger für Deutschland in diesem Sommer nicht mehr. Der Grund liegt in der veränderten Wetterlage. Tiefs vom Atlantik sind stärker geworden und haben die Hochdruckgebiete weiter nach Süden verdrängt.
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Hinzu kommt, dass es inzwischen auch im Südwesten Europas deutlich kühler geworden ist. Selbst Süd- oder Südwestwind kann deshalb nicht mehr so schnell extreme Hitze zu uns transportieren.
Ganz einmotten sollten wir kurze Hose und Ventilator trotzdem nicht. „30 Grad und mehr können wieder in den Süden zurückschwappen. Das werden sie sicherlich auch weiterhin“, erklärt Heger. Auch ein Hoch Ende August oder Anfang September hält der Meteorologe für möglich.

Im September könnten Regen und Sonne häufiger wechseln
Eine zuverlässige Wettervorhersage für einen kompletten Monat ist Wochen im Voraus nicht möglich. Langfristmodelle können lediglich Hinweise auf einen möglichen Trend liefern. Genau bei diesen Berechnungen tut sich gerade etwas.
„Bisher berechneten die Langfristmodelle, deren Aussagen man ja immer etwas kritisch sehen muss, einen zu trockenen September, sogar einen zu trockenen Oktober“, erklärt Paul Heger. Inzwischen korrigieren die Modelle diese Prognose zunehmend.
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Der September könnte demnach eher durchschnittlich ausfallen und Deutschland immer wieder Regen bringen. Einen komplett nassen Monat erwartet Heger deshalb aber keineswegs. „Ich rechne dennoch mit eins, zwei trockenen und vielleicht nochmal heißen Phasen.“
Schlussendlich könnte uns also ein ziemlich abwechslungsreicher September bevorstehen. Mal Regen, mal Sonne und zwischendurch durchaus noch einmal sommerliche Temperaturen.
Warum Deutschland einen nassen Herbst gut gebrauchen könnte
Nach den trockenen Monaten wäre regelmäßiger Regen dringend nötig. Ein paar heftige Wolkenbrüche lösen das Problem allerdings nicht. Bei Starkregen fließt ein großer Teil des Wassers oberirdisch ab. Flüsse und vor allem die Grundwasserspeicher füllen sich deshalb nicht schlagartig wieder.
Besser wäre länger anhaltender und weniger heftiger Regen. Und genau hier wird der Blick auf den weiteren Herbst interessant. Während die Aussichten für September noch ziemlich offen sind, sieht Heger bei den langfristigen Berechnungen für Oktober inzwischen eine Tendenz in Richtung nass.
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Für Sonnenfans vielleicht keine Traumvorstellung, für die Natur dagegen eine gute Nachricht. Paul Heger bringt es so auf den Punkt: „Kaum einer mag einen grauen, nassen, dunklen Herbst, aber er wäre die richtige Antwort der Natur auf die letzten Monate.“
Ob es tatsächlich so kommt, lässt sich heute noch nicht seriös vorhersagen. Einen kleinen Wunsch hat unser Meteorologe trotzdem schon: „Worauf ich mich dann schon freue, das sind die plötzlich wieder ergrünten Wiesen im September. Schauen wir mal, ob das klappt.“
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


