Die Chefs der deutschen Geheimdienste zur Anhörung im Bundestag – ein Routinetermin jedes Jahr. Nur was der BND-Präsident heute sagt, ist alles andere als Routine.
„Die Konfrontation, in der wir mit Russland stehen, hat eine neue, gefährlichere Qualität. Deutschland ist in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten.“
Krieg mit Russland – ein düsteres Szenario. Erst gestern lässt Putin eine Brücke in Kiew angreifen, während Kanzler Merz gerade in der Stadt ist. Und auch auf deutschem Boden schlägt er zu, wie beim versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig im August. So etwas dürfte wieder passieren.
„Russland zielt darauf, Europas politische Unterstützung für die Ukraine zu brechen. Wir müssen uns auf Einschüchterungsversuche und weitere Einmischungen einstellen.“
Doch droht ein echter heißer Krieg? Laut BND-Chef gibt es keine Hinweise, dass Russland einen größeren Angriff gegen die NATO plant.
„Also aktuell sehe ich es nicht, dass Russland das Ansinnen hat, hier militärisch mit der Armee oder Raketen Deutschland anzugreifen. Müssen sie auch nicht.“
Zur Verunsicherung reichen schon die Provokationen, etwa mit Drohnen. Die Bundesregierung aber hält dagegen.
„Wir lassen uns weder einschüchtern noch spalten. Wir werden uns zur Wehr setzen. Wir sind bereit, uns zu verteidigen.“
Der Kanzler will zudem weiter die Ukraine unterstützen. Denn die Geheimdienste warnen heute auch: Fällt die Ukraine, könnte Putin für Deutschland und Europa erst recht zur Gefahr werden.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, RTRS, APTN, DPA