Der ganze Boden voller KackeTausende Liter Fäkalienwasser laufen in die Wohnung der Celiks

von Festim Beqiri und Dominik Strothotte

Tausende Liter Fäkalienwasser fluten die Wohnung!
Noch nicht sehr lange wohnen Veli Celik und seine fünfköpfige Familie im „Weißen Riesen” in Duisburg. Die Möbel sind gerade erst angeschafft – drei Generationen teilen sich drei Zimmer. Der ganz normale Wahnsinn: bis auf einmal die Leitungen versagen und das Abwasser aus 20 Etagen in die Wohnung läuft.

Abwasseralarm im „Weißen Riesen”

Es ist Freitagabend (7. November), Veli Celik und seine Familie sitzen in ihrer Dreizimmerwohnung im Wohnpark Hochheide, als wie aus dem Nichts Abwasser aus Toilette und Badewanne herausschießt. Die Familie versucht noch, den Rest der Wohnung zu schützen, indem sie Klamotten vor die Badezimmertür legt: „Aber keine Chance”, erzählt der 55-Jährige im RTL-Interview, es seien mehrere Tausend Liter Toilettenwasser auf einmal herausgekommen – der gesamte Wohnraum steht unter Wasser.

Fäkalien ruinieren die Wohnung

Das Zuhause der Celiks ist nach dem Vorfall unbewohnbar: „Die Wohnung ist voll mit Fäkalien, circa vier bis fünf Zentimeter hoch”, so Celik. Die fünf müssen in ein Hotel ausweichen, ihre drei Zimmer im ersten Stock sind völlig verwüstet. Der Geruch: unerträglich. Als noch in der Nacht eine Spezialfirma anrückt und die Rohre reinigt, kommen die Übeltäter zum Vorschein: „Da waren drei T-Shirts drinnen, dann Damenbinden, (..) Handtücher waren drinnen, Putzlappen.”

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Kaputte Möbel und beschädigte Wände

Zwei Tage ist die Familie mit der Säuberung ihrer Wohnräume beschäftigt, als das ganze Ausmaß klar wird: „Das Problem ist jetzt, das ganze Laminat ist praktisch versifft”, erzählt Celik. Außerdem ist die Waschmaschine kaputt, das Inventar mit Fäkalien kontaminiert und die Wände sind beschädigt. Und es kommt noch schlimmer: Kurz nachdem die Familie aus dem Hotel zurückkehrt und wieder Normalität einkehren soll, laufen ihre und die Wohnungen weiterer Mieter im Hochhaus erneut voll.

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Kein Geld von der Hausverwaltung

Veli Celik fühlt sich im Stich gelassen, der Vermieter habe ihm zwar eine Ausweichwohnung angeboten, aber die sei unmöbliert und bringe der Familie nichts. Die insgesamt 14 Tage im Hotel und die Kosten seiner Möbel will Celik erstattet haben, doch weder der Vermieter noch die Hausverwaltung zahlt. Eine Hausratversicherung hat die Familie nicht.

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Vermieter reagiert – doch das Problem bleibt ungelöst

Auf RTL-Anfrage bestätigt der Vermieter, alles in seiner Macht Stehende getan zu haben, um den Schaden zu beheben. Unter anderem habe er auf zwei Monatsmieten verzichtet und die Leitungen sowie die gesamte Abflussanlage im Keller vollständig erneuert. Dass die Ursache noch nicht behoben ist, zeigt sich kurz nach dem Gespräch mit dem Vermieter, als die Wohnung der Celiks zum siebten Mal in nur fünf Wochen mit Abwasser vollläuft. Jetzt hat die Familie einen Anwalt kontaktiert und hofft, wenigstens einige Kosten erstattet zu bekommen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen