Unfallfahrer muss 13 Monate in Haft Mama mit Kinderwagen von Kran erschlagen

Sie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort!
Es war ein normaler Donnerstagvormittag für Rebecca Ableman (30) und ihre Tochter Autumn (2). Gegen 11.15 Uhr am 22. September 2022 verlässt die Mutter aus Willingham in England einen Hofladen und schiebt den Kinderwagen mit der Zweijährigen einen Gehweg an der Straße entlang. Dann passiert das Drama: Ein Lkw mit einem Kran fährt an den beiden vorbei. Der Greifarm ist ungesichert und trifft die 30-Jährige mit voller Wucht.
Mama Rebecca erleidet schwerste Kopfverletzungen
Die Frau wird dabei so schwer am Kopf verletzt, dass sie drei Wochen später im Krankenhaus stirbt. „Ihre letzte Tat auf Erden war es, den Kinderwagen von sich wegzustoßen und die volle Wucht des Aufpralls auf sich zu nehmen, um ihr Kind zu retten“, zitiert die britische Zeitung The Sun die Schwester der Toten.
Der Mann, der für den tödlichen Unfall verantwortlich ist, wurde jetzt von einem Gericht zu 13 Monaten Haft verurteilt. Wie der Sender BBC berichtet, erklärte der Richter des Peterborough Crown Courts, dass es den Fahrer des Lkws nur Momente gekostet hätte, den Kran auf dem Fahrzeug richtig zu sichern, bevor er damals losfuhr.

Kevin M. soll den Kran auf seinem Lkw nicht richtig gesichert haben
Das tat Kevin M. aber offenbar nicht. Der 71-Jährige aus Norfolk gestand im Februar, den Unfall durch fahrlässiges Verhalten ausgelöst zu haben. Er war an dem Tag unterwegs, um Metallteile zu verladen. Als er durch Willingham fuhr, soll sich der Greifarm des Krans auf dem Lkw gelöst und zur Seite bewegt haben.
Der Fahrer gab damals an, nichts bemerkt zu haben – auch nicht, als der Greifarm des Krans Rebecca traf. Erst als die Polizei bei Kevin M. auftauchte und ihn zum Unfall befragte, soll er davon erfahren haben, berichtet die BBC.

Autumn (2) überlebte, weil Rebecca dem Kinderwagen noch einen Schubs gab
Rebeccas Tochter Autumn überlebte den Unfall damals. Das kleine Mädchen kam nur zur Kontrolle ins Krankenhaus und konnte schnell wieder entlassen werden. Es muss nun ohne eine Mutter groß werden.
„Becky war das Licht in unserer Familie“, teilten ihre Angehörigen mit, nachdem die 30-Jährige im Krankenhaus starb. „Sie war eine unglaubliche, starke und liebevolle Mama für ihre zwei Jahre alte Tochter“, heißt es in dem Statement der Familie, das die Polizei damals veröffentlichte. „Sie wird für immer die Superheldin ihrer Tochter sein. Wir sind dankbar für jeden Moment und jede Erinnerung, die wir mit ihr gemacht haben.“
Verwendete Quellen: BBC, The Sun, Cambridgeshire Constabulary


