Philip Westh griff zwei weitere Mädchen an Urteil gegen Mörder von Emilie Meng: Einem seiner Opfer kommen die Tränen

Finden die Opfer und ihre Angehörigen jetzt endlich Ruhe?
Vor acht Jahren stirbt die gerade einmal 17-jährige Emilie Meng. Jahrelang weiß niemand, wer für die Tat verantwortlich ist. Dann führen zwei weitere brutale Verbrechen zum mutmaßlichen Serientäter. Der wurde jetzt verurteilt.
Opfer sind beim Urteil mit im Gerichtssaal
Was muss das für ein schwieriger Tag für die beiden Opfer und ihre Angehörigen sein? An diesem Freitag (28. Juni) kommen sie noch einmal im Gerichtssaal zusammen, um bei der Urteilsverkündung gegen Philip Westh dabei zu sein – dem Mann, der nicht nur Emilie Meng umgebracht haben soll, sondern wohl auch eine 15-Jährige entführen wollte und eine damals 13-Jährige vergewaltigt haben soll.
Lese-Tipp: Fall Emilie Meng: Ist ihr Mörder ein Serientäter?
Philip Westh ist schuldig
Dann endlich fällt das Urteil: Philip Westh ist schuldig in allen Anklagepunkten. Das bedeutet für ihn eine lebenslange Haftstrafe von mindestens 16 Jahren. Dass er danach entlassen wird, hält die Anwältin von Emilie Mengs Mutter für unwahrscheinlich. Das jüngere Mädchen, das von Westh vergewaltigt wurde, hat bei der Urteilsverkündung Tränen in den Augen, lächelt aber erleichtert. Angehörige streicheln ihr aufmunternd oder tröstend den Arm. Der Angeklagte dagegen hört mit gesenktem Blick dem Richter zu.
Lese-Tipp: Vergewaltigt und ermordet: Wie viele Taten hat Emilies (17) Peiniger noch begangen?
„Dieser Fall hat die Vorstellung von Kindern und Jugendlichen, dass die Welt ein sicherer Ort ist, erschüttert!” Das sagt die Staatsanwältin in aller Deutlichkeit. Seine Opfer, alles Kinder, habe er zufällig ausgewählt. „Ein Mädchen, das nicht zu Fuß vom Bahnhof nach Hause gehen konnte. Eins, das keinen Abendspaziergang machen konnte. Eins, das es von der Zeitungstour nicht nach Hause geschafft hat.”
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Emilie Meng wurde nur 17 Jahre alt
Der Fall von Emilie Meng versetzt 2016 ganz Dänemark in einen Schockzustand: Die 17-Jährige ist im Sommer mit Freunden feiern und will danach zu Fuß nach Hause gehen – ein fataler Fehler. Denn sie kommt nie zuhause an. Monatelang weiß niemand, was passiert ist. Dann, ausgerechnet an Weihnachten, wird ihre Leiche gefunden.

Es dauert Jahre, bis wieder Bewegung in den Fall kommt – weil ein weiteres Verbrechen passiert: In der Nähe von Emilies Wohnort verschwindet ein damals 13-jährige Mädchen beim Zeitungsaustragen und wird vergewaltigt. Erst einen Tag später finden Einsatzkräfte das Mädchen bei ihrem Peiniger – es ist Philip Westh. Kurz danach kommt heraus: Er soll Emilie Meng getötet haben. Und: Er soll auch versucht haben, eine damals 15-Jährige zu entführen.
„Mögest du in der Hölle verrotten!”

„Der Angeklagte ist so gefährlich, dass er mit Kindern überhaupt nichts mehr zu tun haben sollte. Er hat gezeigt, dass er das nicht kontrollieren kann”, sagt die Staatsanwältin. Er selbst will sich nicht mehr äußern, will nicht im Saal sein, als das genaue Strafmaß am Nachmittag verkündet wird. „Mögest du in der Hölle verrotten, du Psychopath!”, ruft der Stiefvater des jüngsten Opfers – und spricht damit wahrscheinlich vielen den Zuhörern aus der Seele.


