Forderung an KiewTrump geht Selenskyj wegen Dieselknappheit an

U.S. President Donald Trump looks on during the Amgen Irish Open 2026, at Trump International Golf Links in Doonbeg, County Clare, Ireland, September 13, 2026. REUTERS/Cathal McNaughton
Trump zeigt sich offensichtlich nervös wegen der hohen Treibstoffpreise kurz vor den US-Zwischenwahlen.
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Trump macht den Schuldigen für die hohen Kraftstoffpreise in seiner Heimat aus: Und der sitzt laut dem US-Präsidenten nicht im Kreml und natürlich nicht im Weißen Haus, wie es manche zeitlichen Zusammenhänge nahelegen könnten.

US-Präsident Donald Trump hat von der Ukraine verlangt, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump sagte am Sonntag bei seinem Besuch in Irland, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse „aufhören, den Dieselkraftstoff in Russland lahmzulegen“. Selenskyj könne „andere Ziele“ angreifen, aber keine Raffinerien zur Herstellung von Diesel, „weil er eine Dieselknappheit verursacht“, sagte Trump am zweiten Tag seiner Irland-Reise.

Als Reaktion auf massive russische Raketen- und Drohnenangriffe greift die Ukraine seit Monaten gezielt Energieinfrastruktur in Russland an und nimmt dabei unter anderem Raffinerien und Öldepots ins Visier.

Hintergrund von Trumps Forderung ist möglicherweise der gestiegene Dieselpreis in den USA: Er lag nach Angaben des US-Automobilclubs AAA am Freitag erstmals über sechs Dollar pro Gallone (5,22 Euro für 3,8 Liter). Ähnlich hoch war der Dieselpreis zuletzt im Juni 2022 mit 5,82 Dollar pro Gallone.

Damals hatte der russische Angriff auf die Ukraine die Energiepreise deutlich in die Höhe getrieben. Seit Februar dieses Jahres hat der US-israelische Krieg gegen den Iran die Öl- und Gasmengen auf dem Weltmarkt deutlich verknappt. Diesel ist nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) besonders betroffen, weil Raffinerien in den Golfstaaten sowie in Russland beschädigt sind.

Trump sagte nun, die Dieselknappheit sei nicht auf den Iran-Krieg zurückzuführen. „Das kommt nicht aus dem Nahen Osten“, sagte er in Irland. „Das ist eine Folge dessen, was mit Russland und der Ukraine passiert.“

Verwendete Quellen: ghö/AFP