Trump-Auftritt in den USA eskaliert„Großartig!” Trump feiert Schläger bei Wahlkampf-Rede

Donald Trump zeigt sich bei seinem Wahlkampfauftritt in South Carolina begeistert von den Schlägen gegen einen Demonstranten.
Donald Trump zeigt sich bei seinem Wahlkampfauftritt in South Carolina begeistert von den Schlägen gegen einen Demonstranten.
Mike Stewart/AP/dpa

Erst fliegen die Fäuste, dann gibt es Lob vom Präsidenten.
Bei einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump im US-Bundesstaat South Carolina kommt es zu gewalttätigen Angriffen auf Demonstranten. Doch statt die Gewalt zu verurteilen, feiert der US-Präsident einen der Schläger. Seine Reaktion: „Das war großartig!“

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Trump sieht Schlägerei und jubelt

Eigentlich will Trump bei seinem Auftritt in Pendleton für die republikanische Senatskandidatin Darline Graham werben. Doch schon in den ersten Minuten unterbrechen zahlreiche Demonstranten seine Rede mit Zwischenrufen. Allein in der ersten halben Stunde stören rund zehn Menschen die Veranstaltung. Sicherheitskräfte führen sie nach und nach aus der Halle.

Sicherheitskräfte führen einen Demonstranten ab. Bei Trumps Wahlkampfrede kommt es mehrfach zu Protesten und gewalttätigen Übergriffen.
Sicherheitskräfte führen einen Demonstranten ab. Bei Trumps Wahlkampfrede kommt es mehrfach zu Protesten und gewalttätigen Übergriffen.
REUTERS

Dann eskaliert die Situation. In der Menschenmenge geht einer der Demonstranten zu Boden. Auf Aufnahmen des US-Senders Fox News ist zu sehen, wie ein weiterer Zuschauer mehrfach zum Schlag ausholt. Trump verfolgt die Szene von der Bühne aus und zeigt sich begeistert. „Der hat voll einen abbekommen”, kommentiert der Präsident. „Das war großartig!” Und fragt anerkennend: „Wer ist der Typ, der diesen Schlag gelandet hat?”

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Trump vergleicht Schläger mit Box-Legende

Doch damit nicht genug: Trump vergleicht den Mann, der zugeschlagen haben soll, sogar mit dem früheren Boxweltmeister Evander Holyfield, der ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend ist. Und es bleibt nicht bei diesem einen Angriff. Fernsehaufnahmen zeigen einen weiteren Vorfall, bei dem ein Zuschauer auf einen jungen Mann losgeht, obwohl dieser bereits von Sicherheitskräften abgeführt wird. Schon am Vortag war es bei einem Wahlkampfauftritt Trumps in North Carolina zu zahlreichen Zwischenrufen und Protesten gekommen.

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Die turbulenten Szenen ereignen sich mitten im Wahlkampf für die sogenannten Midterms am 3. November. Trump unterstützt in South Carolina die Republikanerin Darline Graham, die für ihre Partei in den Senat einziehen will. Für den US-Präsidenten steht dabei viel auf dem Spiel: Bei den Zwischenwahlen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 Sitze im Senat neu vergeben. Die Republikaner wollen ihre knappen Mehrheiten im Kongress verteidigen. Doch laut aktuellen Umfragen liegen die Demokraten landesweit derzeit vor Trumps Partei. (nha)

Verwendete Quellen: dpa, AP