Zwei Wirbelstürme bedrohen das LandJapan evakuiert eine Million Menschen

Die Tropenstürme „Mekkhala“ und „Higos“ steuern auf Japan zu. Überschwemmungen und Erdrutsche drohen, Hunderte Flüge werden gestrichen. Nun sollen rund eine Million Menschen ihre Häuser verlassen.
Zwei heraufziehende Tropenstürme haben am Freitag in Japan für Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens gesorgt. Vor allem der Verkehr wurde beeinträchtigt. Die Behörden gaben zudem Evakuierungsanordnungen für rund eine Million Menschen aus. Zunächst war von zwei Millionen betroffenen Personen die Rede, doch die Anordnung für Okinawa und andere Gebiete im Süden des Landes wurde später wieder aufgehoben.
Die Tropenstürme „Mekkhala“ und „Higos“ führten in weiten Teilen Westjapans bereits zu schweren Niederschlägen. Es wurde vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. „Mekkhala“ war heruntergestuft worden, noch als Taifun sorgte er schon in Taiwan für heftigen Regen.
Laut der Regierung in Tokio wurden Dutzende von Zugverbindungen annulliert und viele Schnellstraßen gesperrt. Mehr als 200 Flüge wurden gestrichen. Der Autobauer Toyota setzte die Produktion in einem Werk in der südlichen Region Kyushu vorübergehend aus.
In Taiwan blieben Büros und Schulen auf Anordnung der Behörden in weiten Teilen des Landes geschlossen. Dies galt auch für die Stadt Hsinchu, wo der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC seinen Sitz hat. Der Konzern teilte jedoch mit, er habe sich auf das Unwetter vorbereitet und der Betrieb in allen Fabriken des Landes laufe normal. Der Regen soll noch die nächsten Tage anhalten, im Laufe der kommenden Woche aber nachlassen.
Verwendete Quellen: nbr/rts


