Neue Details zum Traktor-Unfall in ÖsterreichMutter findet ihre verunglückte Familie – verletzte Vierjährige lag stundenlang neben den Toten

Ein Porsche -Traktor steht auf einem Feld
In so einem Porsche Traktor verunglückte der Vater mit seinen beiden Töchtern (Symbolbild)
picture alliance / imageBROKER / Karl F. Schöfmann
von Philipp Petersdorff

Das tödliche Traktorunglück in Österreich bekommt eine noch tragischere Dimension.
Der Unfall blieb stundenlang unbemerkt. Erst als die Mutter nach ihrem Mann und den beiden kleinen Töchtern suchte, stieß sie auf die Unglücksstelle und fand ihre Familie

Das Unglück blieb zunächst unbemerkt

Am Dienstagvormittag war ein 41-jähriger Vater im Vorarlberger Satteins mit seinen beiden Töchtern, vier und sechs Jahre alt, auf einem Traktor mit Anhänger unterwegs. Auf einem steilen Wiesengelände im Bereich Zwischentobel geriet das Gespann nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich ins Rutschen und überschlug sich. Der Mann und seine ältere Tochter starben noch an der Unfallstelle. Die vierjährige Schwester überlebte verletzt.

Die Tragödie ereignete sich in einem abgelegenen Gelände. Deshalb bemerkte zunächst niemand den Unfall. Der Notruf ging erst am Nachmittag ein.

Wie die österreichische Kronen Zeitung berichtet, wartete die Mutter zunächst vergeblich darauf, dass ihr Mann und die beiden Kinder nach Hause zurückkehrten. Als die Familie auch Stunden später noch nicht zurück war, machte sie sich selbst auf die Suche. Dabei entdeckte sie den verunglückten Traktor und alarmierte sofort die Rettungskräfte.

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Die Vierjährige überlebte den Traktor-Unfall

Für den Vater und die sechsjährige Tochter kam jede Hilfe zu spät. Die vierjährige Schwester wurde von einem Notarzt versorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht. Zu ihrem Gesundheitszustand wurden bislang keine weiteren Angaben gemacht.

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Die Helfer kannten die Familie

Der Einsatz traf auch die Rettungskräfte schwer. Die Freiwillige Feuerwehr Satteins erklärte, mehrere Einsatzkräfte hätten die Familie persönlich gekannt. Weil das den Einsatz besonders belastete, übernahmen Kameraden einer Nachbarfeuerwehr schließlich die Bergung der beiden Todesopfer. Auf Facebook schreibt die Feuerwehr: „Es gibt Einsätze, die uns sprachlos zurücklassen.”

Warum der Traktor auf dem Hang ins Rutschen geriet, ist weiterhin unklar. Die Polizei ermittelt zur genauen Unfallursache.

Verwendete Quellen: Landespolizeidirektion Voralrberg, dpa, heute.at, krone.at