Es lebte nur ein halbes JahrZoo schläfert kleines Löwenbaby ein

Ein halbes Jahr alt, tapsig, neugierig – und jetzt tot!
Ein Biss, der eigentlich „erziehen“ soll – und ein Löwenjunges, das diesen Moment nicht überlebt: Im Tiergarten Nürnberg musste ein halbes Jahr altes Löwenbaby eingeschläfert werden, nachdem Löwenkater Kiron sein Jungtier im Gehege verletzt hatte.
Tiergarten Nürnberg: Löwenkater verletzt Junges – Baby wird nach Wirbelsäulen-Schaden eingeschläfert
Laut Tiergarten beobachteten Mitarbeitende, wie Löwenkater Kiron sein Jungtier im Bereich der Hüfte biss – ein Verhalten, das bei Löwen normalerweise ein disziplinierendes Signal ist, um den Nachwuchs zu schützen und soziale Regeln im Rudel zu vermitteln, berichtet unter anderem der Bayrische Rundfunk. Der Biss selbst sei nicht ungewöhnlich aggressiv gewesen, doch er traf das Jungtier unglücklich: Kurz danach konnte es seine Hinterläufe nicht mehr bewegen.
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Die Pfleger trennten Kater, Löwin Aarany und die anderen Jungtiere von dem verletzten Baby, legten es in Narkose und ließen es röntgen. Die Untersuchung zeigte eine schwere Schädigung der Wirbelsäule – mit kompletter Lähmung der Hinterbeine.
Keine Chance auf Heilung – schwerer Entschluss
Wegen dieser „schweren, nicht behandelbaren Verletzung“ entschieden die Tierärzte, das Jungtier einzuschläfern. Das Löwenbaby, das erst zu Weihnachten geboren worden war und Besuchern schon mehrfach Schreckmomente beschert hatte – etwa als seine Mutter es vor drohendem Ertrinken aus dem Wasser zog – lebte damit nur rund ein halbes Jahr.

Bevor das tote Jungtier aus dem Gehege gebracht wurde, bekam das Rudel noch Zeit, es zu sehen und zu riechen. Danach zeigten die Löwen laut Zoo wieder normales Sozialverhalten und kehrten gemeinsam auf die Anlage zurück
Warum solche Unfälle auch in der Natur passieren
So tragisch der Vorfall ist: Für Löwen gehören ruppige Erziehungsbisse und körperliche Disziplin zum Alltag. In freier Wildbahn können solche Situationen ebenfalls tödlich enden, wenn ein Schlag oder Biss unglücklich sitzt und Rücken, Nerven oder innere Organe verletzt.
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Zoos versuchen, solche Risiken zu minimieren, indem sie Gehege überwachen und bei Auffälligkeiten schnell eingreifen – völlig ausschließen lassen sich innerartliche Unfälle aber nicht. Das Team im Tiergarten Nürnberg betont, dass der Vorfall unmittelbar erkannt wurde und das Jungtier schnell versorgt und untersucht werden konnte – am Ende stand dennoch ein Entschluss, der emotional extrem schwer ist, medizinisch aber kaum zu vermeiden war.
Verwendete Quellen: infranken, süddeutsche, br


