Schrecklicher Verdacht in ThüringenSohn (16) soll seine eigene Mutter getötet haben

von Luisa Graf, Patricia Kiel und Nele Hasselbusch

Eine Frau ist tot – und ausgerechnet ihr eigener Sohn soll sie umgebracht haben.
Der erst 16-Jährige steht im Verdacht, seine Mutter am Sonntag (18. Oktober) in Greiz (Thüringen) getötet zu haben. Jetzt ermitteln die Staatsanwaltschaft Gera und das Landeskriminalamt. Wie Anwohner auf die mutmaßliche Tat reagieren, seht ihr im Video.

16-Jähriger Gewalttäter?

Der 16-jährige Deutsche steht im Verdacht, für den Tod seiner Mutter verantwortlich zu sein. Die mutmaßliche Tat ereignet sich am Sonntag in der rund 20.000 Einwohner großen Stadt Greiz im Osten Thüringens. Die Ermittlungen wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts übernimmt das Thüringer Landeskriminalamt. Zu den genauen Umständen der Tat machen die Behörden bislang keine Angaben. Auch zum möglichen Motiv ist noch nichts bekannt.

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Gericht ordnet Unterbringung des 16-Jährigen an

Die Staatsanwaltschaft Gera hat am Montag (19. Oktober) beim Amtsgericht Gera die einstweilige Unterbringung des 16-Jährigen in einer medizinischen Einrichtung beantragt. Noch am selben Tag wird der Jugendliche einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen entsprechenden Unterbringungsbefehl erlässt.

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Der Jugendliche befindet sich inzwischen in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Unterbringung erfolgt laut Riebel unter vergleichbaren Bedingungen wie eine Untersuchungshaft, allerdings mit psychiatrisch-medizinischer Betreuung. „Wir haben einen dringenden Tatverdacht, aber es liegen Gründe vor, dass die Tat möglicherweise im Zustand verminderter Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit begangen worden ist“, erklärt Oberstaatsanwalt Thomas Riebel. Ob der 16-Jährige tatsächlich vermindert oder gar nicht schuldfähig ist, steht bislang nicht fest.

Auch zwei Tage nach der mutmaßlichen Tat ist die Spurensicherung noch am Wohnhaus der Familie im Einsatz.
Auch zwei Tage nach der mutmaßlichen Tat ist die Spurensicherung noch am Wohnhaus der Familie im Einsatz.
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Auch zwei Tage nach der mutmaßlichen Tat dauern die Ermittlungen in Greiz an. Am Dienstag (20. Oktober) sind am Wohnhaus der Familie noch immer Mitarbeiter der Spurensicherung im Einsatz. Die Nachricht erschüttert auch die Anwohner. Weil die Ermittlungen noch laufen und der Tatverdächtige minderjährig ist, halten sich die Behörden mit weiteren Informationen zurück. Die Hintergründe der mutmaßlichen Gewalttat sind weiterhin unklar.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, MDR, Thüringer Allgemeine