Tragödie in den DolomitenWanderer hörten seine Schreie! Deutscher Bergsteiger (43) stürzt 80 Meter in den Tod

Die Schreie hallten über die Felswände, dann wurde es still!
In den Südtiroler Dolomiten ist ein 43-jähriger Deutscher tödlich verunglückt. Der Mann stürzte an der Rotwand bei Sexten rund 80 Meter in die Tiefe – auf einem Klettersteig, der als kurz, aber anspruchsvoll gilt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Allein unterwegs – jede Hilfe kommt zu spät
Plötzlich durchbrachen Schreie die Stille am Klettersteig „Via ferrata Mario Zandonella“ in den Dolomiten. Wanderer und Bergsteiger im Gebiet der Rotwand zwischen den Provinzen Belluno und Bozen hörten die Rufe – und alarmierten den Notruf. Erst dadurch wurde der Absturz überhaupt bemerkt.
Bei dem Verunglückten handelt es sich um einen 43-jährigen Deutschen, der offenbar alleine unterwegs war. Augenzeugen des Unglücks gibt es nicht. Unklar ist daher, an welcher Stelle des Klettersteigs er sich befand, als er in die Tiefe stürzte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa stürzte der Mann mehr als 80 Meter in eine Felsrinne bzw. Schlucht unterhalb des Steigs.
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Ein Rettungshubschrauber nahm sofort die Suche auf. Die Besatzung lokalisierte den Mann schließlich in einer Schlucht unterhalb des „Via ferrata Mario Zandonella“. Die Rettungskräfte wurden zu ihm abgeseilt. Doch jede Hilfe kam zu spät: Der 43-Jährige lag bereits leblos am Boden. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen, die Verletzungen waren zu schwer.
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Ausgerutscht auf anspruchsvollem Klettersteig?
Die Leiche wurde mit dem Helikopter geborgen und zu einer Berghütte gebracht. Dort übergaben die Einsatzkräfte sie den Rettern aus dem Comelico-Tal sowie einer Bergrettungseinheit der Guardia di Finanza, um die Identifizierung vorzubereiten.
Noch ist unklar, aus welchem Teil Deutschlands der Mann stammt. Auch der genaue Unfallhergang ist bislang nicht abschließend geklärt. Hinweise darauf, dass der Mann ohne Ausrüstung unterwegs gewesen sein könnte, gibt es nicht: Nach Angaben der Rettungskräfte trug er eine geeignete Klettersteigausrüstung. Einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge könnte der Mann ausgerutscht sein. Da niemand den Absturz direkt beobachtet hat, bleibt offen, an welcher Passage der „Via ferrata Mario Zandonella“ er genau verunglückte.
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Klar ist: Der Klettersteig fordert selbst erfahrene Bergsteiger heraus. Der Weg verläuft durch die Südwand der Rotwand, ist zwar vergleichsweise kurz, aber konditionell anstrengend und technisch anspruchsvoll. Er verfügt über ungesicherte Passagen, die erhöhte Konzentration und trittsicheres Vorgehen verlangen. Der Steig gilt als Route, die eher für erfahrene und gut vorbereitete Bergsteiger geeignet ist – nichts für Anfänger oder spontane Ausflüge ohne Vorbereitung.
Verwendete Quellen: Ansa, dpa


