Das macht die Tiere glücklich!Hühnerküken lieben euch – Studie beweist Kuschel-Glück!

Pünktlich zu Ostern untersuchen Forscher, wie Menschen-Tier-Beziehungen mit Hühnern verbessert werden können. Dafür können Küken tagelang zwischen Streicheleinheiten und Nichtbeachtung wählen. Das Ergebnis ist eindeutig.
Nicht nur Katzen und Hunde genießen Streicheleinheiten: Einer britischen Studie zufolge mögen auch Hühner ähnlich wie Haustiere menschliche Zuwendung. Wissenschaftler der Universität Bristol berichten im Fachjournal „Animal Welfare“, dass sanfte Interaktionen mit Menschen bei Hühnerküken positive Emotionen auslösen.
Dass sich Zuwendung von Menschen positiv auf den Stresspegel von Nutztieren im jungen Alter auswirkt, war bereits bekannt. Der Studie zufolge war allerdings bislang unklar, ob Berührungen tatsächlich als angenehm empfunden werden. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sanfter menschlicher Kontakt positive Emotionen bei jungen Küken auslösen kann“, erklärt Studienleiter und Veterinärmediziner Benjamin Lecorps.
Bei der Studie konnten 20 Küken von Legehennen zwischen zwei jeweils mit einem Farbsignal markierten Kammern wählen. In dem einen Bereich erfuhren die Hühner sanfte Interaktionen, bei denen Menschen die Tiere streichelten oder leise zuredeten. In der anderen Kammer dagegen war zwar auch ein Mensch anwesend, der verhielt sich jedoch still und neutral.
Die Küken erhielten über einen Zeitraum von zwölf Tagen jeweils 5-minütige Sitzungen jeder Behandlung. Nach mehreren Durchgängen zeigte sich im zweiten Teil der Studie dann, dass die Küken jene Kammer bevorzugten, in der sie Zuwendung bekommen hatten. Dies belege eine positive Verknüpfung mit dieser Erfahrung, folgern die Wissenschaftler.
Das bedeute allerdings nicht, dass die Küken den neutralen Bereich ohne Interaktion meiden würden. Vielmehr deute das Verhalten darauf hin, dass eine Umgebung mit angenehmem menschlichem Kontakt anziehend wirke. „Die Studie belegt, wie ein einfacher, ruhiger Umgang das Potenzial hat, die Mensch-Tier-Beziehung von einer angstauslösenden zu einer positiven Beziehung zu gestalten und damit das Wohlergehen der Küken zu verbessern“, erklärt Lecorps. Die Forscher betonen zudem, dass die Ergebnisse künftig für Haltungspraktiken und weiteren Tierschutz berücksichtigt werden könnten.
Verwendete Quellen: gri/dpa


