Schock-Bild aus dem Igelhäuschen70 vollgesogene Zecken quälen Igel-Dame „Uschi“

Ein kaum zu ertragender Anblick.
Als eine Familie aus dem niedersächsischen Zeven in ihren Igel-Unterschlupf im Garten schaut, trifft sie der Schlag: Zwischen dem Stroh sitzt eine völlig geschwächte Igel-Dame – übersät mit 70 Zecken!
Dreifaches Leid für Igel-Dame Uschi
Sofort bringen die Finder die kleine Uschi, so taufen die Pfleger das Tier liebevoll, zu Igelpflege Rotenburg/Wümme e.V.. Dort wird schnell klar, wie schlimm der Zustand wirklich ist. Einige Zecken sind bei Igeln grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, doch dieser Anblick ist wirklich kaum zu ertragen: Ganze 70 vollgesogene Zecken kleben an Kopf und Körper des Tieres. Jede einzelne musste Leiterin Merwel Otto-Link von Hand entfernen.
„Es kommt tatsächlich nicht so oft vor, dass ein Igel so aussieht. Dieses Ausmaß, das war wirklich schon extrem”, sagt sie im Gespräch mit RTL.
Doch die Parasiten sind nur ein Teil des Problems. Bei der Untersuchung entdeckt Otto-Link noch weitere schwere Befunde. Ein massiver Befall mit Lungenwürmern hatte das Immunsystem der kleinen Igel-Dame stark geschwächt. Hinzu kam ein schmerzhafter Abszess an der Stirn. Ohne Hilfe hätte sie es wohl nicht geschafft. „Das wäre tödlich gewesen,“ so die Expertin.
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Oster-Wunder in der Igelstation
Eigentlich fressen Igel vor allem Käfer und andere Insekten. Weil diese Nahrung jedoch immer knapper wird, weichen viele Tiere zunehmend auf Schnecken und Regenwürmer aus – genau diese gelten allerdings als häufige Überträger von inneren Parasiten wie Lungenwürmern.
Tagelang wurde die Igel-Dame nun aufgepäppelt, behandelt und versorgt. Pünktlich zum Osterwochenende gibt es endlich die erlösende Nachricht.

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„Sie sieht jetzt schon wieder fantastisch aus”, erzählt Otto-Link weiter. Und ja – das können wir definitiv bestätigen!

Ganz überstanden ist Uschis Weg allerdings noch nicht.
„Bei einer Untersuchung eben hat sich herausgestellt, dass sich beim Abszess nochmal was nachgebildet hat. Sie kann jetzt noch nicht nach Hause.“
Wenn alles gut verläuft, darf sie in etwa einer Woche zurück in ihr vertrautes Revier: Die Finder holen Uschi dann wieder ab, damit sie an ihrem Fundort ausgewildert werden kann.
































