Erbitterter SorgerechtsstreitAntidepressiva im Apfelmus! Vater soll eigenen Sohn (1) vergiftet haben
Wollte er mit allen Mitteln an das Sorgerecht?
Ein Vater soll seinem damals einjährigen Sohn verschreibungspflichtige Medikamente verabreicht haben. Seine Ex-Freundin glaubt, dass er damit sie belasten wollte. Vor Gericht schweigt Manuel M. bislang – doch die Vorwürfe wiegen sehr schwer, wie ihr oben im Video seht.
Manuel M. wegen schwerer Körperverletzung angeklagt
Ein Medikament im Blut ihres kleinen Sohnes und ein Verdacht, der kaum schwerer wiegen könnte. Vor dem Amtsgericht Döbeln (Sachsen) muss sich Manuel M. wegen des Vorwurfs der schweren Körperverletzung verantworten. Er soll seinem damals einjährigen Sohn Liroy Tabletten gegeben haben. Ein Urteil ist noch nicht gefallen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
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Hinter dem Prozess um Manuel M. steht ein erbitterter Sorgerechtsstreit. Bianca B., die Mutter des heute Dreijährigen, war nach eigenen Angaben 18 Jahre lang mit dem 42-Jährigen zusammen. Wenige Monate nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes trennte sie sich von ihrem Mann.
„Er hat dem Kind Tabletten gegeben. Das wurde auch im Blut nachgewiesen“
Bianca erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner. „Er hat dem Kind Tabletten gegeben. Das wurde auch im Blut nachgewiesen“, sagt sie im RTL-Interview. Bei dem nachgewiesenen Wirkstoff habe es sich ihrer Darstellung zufolge um ein Medikament gehandelt, das sie selbst einnimmt. Deshalb vermutet Bianca, Manuel M. habe gezielt den Verdacht auf sie lenken wollen.

Ob sich dieser Vorwurf vor Gericht bestätigt, muss das Verfahren klären. Nach den Informationen aus dem Prozess soll die verabreichte Dosis so gering gewesen sein, dass das Kind keine bleibenden Schäden davontrug.
Mutter Bianca B. erhebt noch weitere Vorwürfe gegen ihren Ex
Für Bianca hat der Fall dennoch dramatische Folgen. Ihr inzwischen dreijähriger Sohn lebt derzeit bei seiner Großmutter. Nach Angaben der Mutter darf sie ihr Kind lediglich eine Stunde pro Woche sehen.
Besonders bitter für sie ist, dass sie nach eigener Aussage am Tag der mutmaßlichen Vergiftung gar nicht in der Nähe ihres Sohnes gewesen sei. Ihre Mutter Angela B. stellt sich klar hinter sie. Sie sei sich „150 Prozent“ sicher, dass ihre Tochter ihrem Kind niemals etwas antun würde.
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Bianca berichtet außerdem von weiteren Konflikten mit ihrem Ex-Freund. So wirft sie Manuel M. vor, sie bei einem Überholmanöver auf der Autobahn bedrängt und eingeschüchtert zu haben. „Er wollte mir Angst machen”, sagt sie.

Gespielter Zusammenbruch? So verhält sich Manuel M. vor Gericht
Schon der erste Prozesstag nimmt eine ungewöhnliche Wendung. Manuel M. wirkt beim Betreten des Gerichts zunächst fit. Wenig später liegt er plötzlich auf dem Boden. Ob er tatsächlich bewusstlos war, bleibt zunächst unklar. Ein Notarzt wird verständigt, der Verhandlungstag endet vorzeitig. Bianca hält den Zusammenbruch für gespielt.

Am zweiten Prozesstag erscheint Manuel M. vollständig verhüllt. Zu den Vorwürfen äußert er sich nicht. Auch unsere Fragen lässt er unbeantwortet. Bei unserer Konfrontation mit dem Verdacht, seinem Sohn Antidepressiva ins Apfelmus gegeben zu haben, schweigt er ebenso wie auf die Frage nach dem Sorgerechtsstreit.
Anfang September soll das Gericht ein Urteil verkünden. Bianca hofft nicht nur auf Klarheit in dem Strafverfahren. Sie möchte vor allem ihren Sohn wieder bei sich haben und den jahrelangen Streit um das Kind endlich hinter sich lassen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


