Warum wurden sie nicht informiert? Unzählige Kinderdaten aus Schulen im Darknet! Eltern erfahren erst durch RTL von Mega-Hack
Es ist ein Albtraum für alle Eltern!
Seit Monaten stehen die Daten Hunderter Schulkinder aus Rheinland-Pfalz ungeschützt im Darknet. Hacker haben sich Zugang zu digitalen Schulakten verschafft und danach Namen, Adressen, Geburtsdaten und weitere sensible Informationen veröffentlicht. Eine RTL-Recherche deckt die Dimensionen des Cyberangriffs auf.
Schüler deckt gefährliche Sicherheitslücke auf
Vor gut drei Jahren stößt der heute 19-jährige Leon im Informatikunterricht auf einer der betroffenen Schulen auf ein Sicherheitsleck in der Schul-IT. Schwache Passwörter, falsche Konfiguration – Unberechtigte können sich so ohne großen Aufwand einfach Administratorrechte im System erteilen und haben dann Zugriff auf alle Daten.
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Der Ex-Schüler erzählt im RTL-Interview, er habe seine Erkenntnisse an die Schulleitung weitergegeben. Der zuständige IT-Dienstleister gibt zu, es habe tatsächlich eine Sicherheitslücke gegeben. Die sei aber behoben worden. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.

Hacker erpressen Schulen mit geklauten Daten
Vor einigen Wochen findet Leon ein Erpresserschreiben, das im Darknet veröffentlicht wurde. Demnach wurden die Server von über 40 Schulen in Rheinland-Pfalz gehackt und vertrauliche Daten gestohlen. Die Erpresser fordern 110.000 Dollar in Bitcoin von den Schulen. Rund vier Terabyte Daten wurden gestohlen. Das entspricht über 250.000 DIN-A4-Seiten. Solche Daten sind für Kriminelle Gold wert, um zum Beispiel Identitäten zu stehlen.
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Die Stadt Speyer schreibt, man habe nie eine Lösegeldforderung erhalten. Auch von Leons früherer Sicherheitswarnung will die Stadt nichts gewusst haben. Der IT-Dienstleister dagegen berichtet, die Hacker hätten damals angekündigt, nach Ablauf eines Countdowns alle Daten zu veröffentlichen. Als das nicht passiert sei, habe man nach einiger Zeit keine Bedrohung mehr gesehen.

Daten landen alle ungeschützt im Darknet
Doch jetzt sind alle gestohlenen Daten sehr wohl im Darknet verfügbar. Laut RTL-Informationen sind die Daten bereits seit Dezember letzten Jahres online für jeden einsehbar. Die Schulbehörde in Speyer und der IT-Dienstleister wollen erst im März dieses Jahres davon erfahren haben. Davor, so schreibt man, hätten Spekulationen nur für Verunsicherung gesorgt. Wie die Eltern der betroffenen Kinder reagieren, als sie von dem Datenklau erfahren, seht ihr im Video.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen
































