Passagier fast aus Fenster gesogenRyanair-Schockflug: Maschine musste schon am Vortag außerplanmäßig umkehren

Die Maschine machte wohl am Vortag bereits Probleme!
Erst platzt im Flugzeug ein Fenster, dann kommt heraus: Dieselbe Ryanair-Maschine soll offenbar schon am Tag zuvor außerplanmäßig umgekehrt sein. Das wirft neue Fragen auf.

Ryanair-Flug nach Memmingen: Fenster geplatzt – Maschine soll schon am Vortag umgekehrt sein

Es ist ein Moment, den die Passagiere wohl nie vergessen werden: Kurz nach dem Start in Thessaloniki zerbricht in einer Ryanair-Maschine ein Fenster. Ein Passagier wird nach Zeugenberichten vom Unterdruck mit Kopf und Schultern in Richtung Öffnung gezogen. Andere Reisende halten ihn fest. Sauerstoffmasken fallen von der Decke. Die Maschine kehrt um. Doch jetzt bekommt der dramatische Zwischenfall eine neue Dimension.

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Denn laut der Flugdatenplattform FlightRadar24 soll dieselbe Maschine bereits am Donnerstag außerplanmäßig zum Startflughafen Thessaloniki zurückgekehrt sein. Da war der Ryanair-Flieger demnach auf dem Weg nach Sarajevo, in die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Einen Tag später dann der Schock auf dem Flug nach Memmingen.

Was genau am Donnerstag passiert ist, ist bislang unklar. Auch ob es einen Zusammenhang zwischen der außerplanmäßigen Rückkehr am Vortag und dem Fenster-Zwischenfall am Freitag gibt, ist derzeit nicht bestätigt.

Die zeitliche Nähe wirft Fragen auf

Am Freitagmorgen war Ryanair-Flug FR1879 von Thessaloniki nach Memmingen gestartet. Kurz danach soll es in der Kabine einen lauten Knall gegeben haben. Eine Fensterscheibe löste sich. Passagiere berichteten, der neben dem beschädigten Fenster sitzende Mann sei teilweise in Richtung der Öffnung gezogen worden. Andere Fluggäste sollen ihn zurückgehalten und zurückgezogen haben.

Ryanair erklärte auf RTL-Nachfrage, der Flug sei kurz nach dem Start nach Thessaloniki zurückgekehrt, nachdem sich während des Fluges ein Fenster eines Passagiersitzes gelöst habe. Das Flugzeug sei wieder gelandet, die Passagiere seien ins Terminal zurückgebracht worden. Ein Passagier habe nach der Landung medizinische Hilfe angefordert und auch erhalten. Nach Angaben des griechischen Rundfunks ERT wurde der Mann in ein Krankenhaus in Thessaloniki gebracht. Er soll aus Serbien stammen.

Für die übrigen Reisenden organisierte Ryanair ein Ersatzflugzeug. Dieses startete nach Angaben der Airline noch am selben Morgen um 9.53 Uhr Ortszeit Richtung Memmingen. Doch die Frage bleibt: Warum musste dieselbe Maschine offenbar schon am Vortag zurück nach Thessaloniki?

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Bislang gibt es darauf keine gesicherte Antwort. Klar ist nur: Die zuständigen Stellen müssen nun klären, was das Fenster beschädigt hat – und ob es vorher Hinweise auf technische Probleme an der Maschine gab.

Der Vorfall zeigt auch, warum der Sicherheitsgurt im Flugzeug mehr ist als eine Formalität. Wenn in einer Kabine plötzlich Druck abfällt, können enorme Kräfte entstehen. Genau deshalb raten Luftfahrtbehörden grundsätzlich dazu, auch während des Fluges möglichst angeschnallt zu bleiben.

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Für die Passagiere des Ryanair-Flugs bleibt es ein Albtraum über den Wolken, der sie noch lange bei weiteren Flugreisen begleiten wird. Für die Ermittler eine entscheidende Frage: War das Fenster-Drama ein völlig überraschender Einzelfall – oder gab es schon vorher Warnzeichen?

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, flightradar24