Ryanair-Passagier fast aus Fenster gesogen „Sie packten ihn sofort“ – Augenzeugin schildert dramatische Szenen an Bord
Neue Aussagen einer Augenzeugin zeichnen ein noch dramatischeres Bild des Ryanair-Zwischenfalls.
Demnach haben mehrere Frauen verhindert, dass ein Passagier aus dem Flugzeug gerissen wurde. Und nur noch ein glücklicher Umstand rettete dem Mann das Leben. Auf dem Weg von Thessaloniki nach Memmingen war in der Maschine ein Fenster geplatzt.
„Sein Kopf, sein Hals und seine Schultern waren schon draußen.“
Mit diesen Worten beschreibt eine Augenzeugin die dramatischen Sekunden an Bord des Ryanair-Flugs von Thessaloniki nach Memmingen. Nachdem bereits bekannt war, dass bei dem Zwischenfall ein Kabinenfenster zerbrach und ein 61-jähriger Passagier verletzt wurde, schildert die Mitreisende nun erstmals, wie knapp der Mann offenbar dem Tod entkam.
Wie die Passagierin namens Christina im Gespräch mit dem griechischen Radiosender Radio Thessaloniki 94.5 berichtet, retteten mehrere junge Frauen dem Serben vermutlich das Leben, weil sie blitzschnell reagiert haben.

„Die Mädchen hielten ihn fest“
Etwa eine Stunde nach dem Start habe ein ohrenbetäubender Knall die Kabine erschüttert. Viele Passagiere hätten geschlafen. Sekunden später sei klar gewesen, dass etwas Schlimmes passiert war. „Wir dachten zuerst, jemand hätte die Notausgangstür geöffnet“, erzählt Christina. Tatsächlich war jedoch ein Kabinenfenster zerbrochen. Der Mann, der direkt daneben saß, sei durch den plötzlichen Druckabfall mit dem Kopf und den Schultern nach draußen gezogen worden.
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„Ein paar Mädchen, die neben ihm saßen, packten ihn sofort“, berichtet die Augenzeugin. Sein Kopf, der Hals und die Schultern hätten bereits außerhalb des Flugzeugs geragt. Nur weil der 61-Jährige angeschnallt gewesen sei und ihn die Frauen festhielten, habe verhindert werden können, dass er vollständig aus dem Fenster gerissen wurde.
Panik an Bord nach lautem Knall
Nach dem Knall seien automatisch die Sauerstoffmasken aus den Gepäckfächern gefallen. Gleichzeitig habe die Boeing rasch an Höhe verloren. In der Kabine seien Schreie zu hören gewesen, viele Menschen hätten überhaupt nicht verstanden, was gerade passierte. Die Augenzeugin spricht von „unglaublicher Panik“. Ersthelfer seien ebenfalls sofort aufgestanden. Mehrere Ärzte unter den Passagieren hätten den verletzten Mann noch während des Rückflugs versorgt. Der 61-jährige Serbe wurde anschließend mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
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Kritik an Ryanair
Die Passagierin äußerte sich auch kritisch über die Fluggesellschaft. Nach der Notlandung habe es ihrer Darstellung nach kaum Informationen gegeben. Die Crew sei selbst sichtlich überfordert gewesen. Auch um die Betreuung der Fluggäste habe sich Ryanair ihrer Meinung nach nicht ausreichend gekümmert. Wasser oder andere Getränke seien den Passagieren nach dem Schock zunächst nicht angeboten worden.
Ryanair hatte zuvor bestätigt, dass sich während des Fluges ein Kabinenfenster gelöst hatte. Die Maschine kehrte vorsorglich nach Thessaloniki zurück. Die Ursache des Vorfalls wird derzeit untersucht.
Verwendete Quellen: Efimerida ton Syntaktion, dpa































