Tragödie im hessischen RunkelVierter Toter nach Arbeitsunfall in Lederfabrik

16.04.2026, Hessen, Runkel: Einsatztkräfte sind im hessichen Runkel im Einsatz. Bei einem Unglück in einer Lederfabrik und Pelzgerberei in Runkel sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Weitere Personen seien schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Foto: Sascha Ditscher/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Vier Mitarbeiter sind bei dem Arbeitsunfall gestorben.
dpa

Der 35-Jährige ist seinen Verletzungen erlegen!
Bei einem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik in Runkel (Hessen) verlieren drei Mitarbeiter ihr Leben, zwei ihrer Kollegen landen schwer verletzt im Krankenhaus. Dort ist nun ein Vierter gestorben.

Vierter Mitarbeiter in Klinik gestorben

Nach dem Unglück in einer Lederfabrik im hessischen Runkel ist ein vierter Mensch tot. Der 35-Jährige war nach dem Arbeitsunfall am vergangenen Donnerstag (16. April) in ein Krankenhaus gebracht worden, starb dort aber an seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen zur Unglücksursache liefen weiter.

Lese-Tipp: Tag der Trauer in Runkel nach folgenschwerem Arbeitsunfall mit drei Toten

Drei Mitarbeiter des Betriebs im Alter von 38, 58 und 59 Jahren waren tot in einer Auffanggrube der Lederfabrik gefunden worden. Zwei Männer wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen gerettet, darunter ein weiterer Beschäftigter der Lederfabrik sowie ein Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur. Um welchen der beiden es sich bei dem 35-jährigen Toten handelt, war zunächst unklar.

Behörden gehen von Kohlenmonoxidvergiftung aus

Die Behörden gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es in der Grube zu einer tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung gekommen war. Die Mitarbeiter stiegen demnach wohl nacheinander in die Grube und verunglückten dort. Der genaue Unfallhergang und der Grund, warum sich die Männer in der Grube aufhielten, sind weiter unklar. Am Dienstagabend waren drei Leichen rechtsmedizinisch untersucht worden, die Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

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Der Arbeitsunfall auf dem Gelände einer Lederfabrik am vergangenen Donnerstag hatte für Trauer und Entsetzen in dem 9.500-Einwohner-Städtchen Runkel gesorgt. Am Freitagabend beteten zahlreiche Menschen in einem Trauergottesdienst für die Toten und Verletzten. Da in dem betroffenen Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet wird, mussten die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt werden. Davon waren etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte betroffen. (fkl/dpa)

Verwendete Quellen: dpa