Alle Infos in unserem Hitze-TickerZu wenig Wasser für die Schifffahrt – droht im Rhein eine „Zweiteilung“?

Der Rhein mit Niedrigwasser auf Höhe der trockenen Rheinwiesen bei Köln-Poll. Der Rhein hat sich tief in sein Bett zurückgezogen und gibt den Blick auf trockene Ufer frei. Der Pegel liegt mit 70cm nur knapp unter historischen Tiefstständen. (Themenbild, Symbolbild) Köln, 29.07.2026
Der Rhein mit Niedrigwasser auf Höhe der trockenen Rheinwiesen bei Köln-Poll. Der Rhein hat sich tief in sein Bett zurückgezogen und gibt den Blick auf trockene Ufer frei.
picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Johanna Kroke

Rhein bald nicht mehr befahrbar – Binnenschiffer schlagen Alarm

Der längste Fluss Deutschlands führt zu wenig Wasser, viele Frachtschiffe müssen ihre Ladung reduzieren. Wenn es nicht bald regnet, fürchten Interessenvertreter eine „Zweiteilung des Rheins“.  
Wegen des anhaltenden Niedrigwassers schlagen die Binnenschiffer Alarm. An dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub werde im Laufe der Woche erstmals ein nur noch einstelliger Wert erwartet, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), Jens Schwanen, der «Rheinischen Post». Die gewerbliche Schifffahrt werde bei derart niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen können. Gleiches gelte für die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt, warnte er. 
„Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt“, sagte Schwanen. Zwischen den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln könne der Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet weiterhin stattfinden. Weiter südlich gebe es Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel und Main sowie auf dem Main-Donau-Kanal. 
Das Niedrigwasser belastet die deutsche Wirtschaft bereits seit Wochen. Schiffe können bei geringen Pegelständen weniger Ladung aufnehmen, wodurch Transportkosten steigen und Lieferketten unter Druck geraten. 

Die Pegelstände weiterhin auf historisch niedrigem Niveau 

Am Montag liegt der Pegel in Köln bei 62 Zentimetern, in Duisburg-Ruhrort bei 142 Zentimetern. Nachdem der Pegel die letzten Tage wieder leicht gestiegen war, soll er in den nächsten Tagen laut Vorhersagen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein wieder sinken. 
Johanna Kroke

Trinkwasserquellen im Schwarzwald drohen zu versiegen – Notfallpläne in Arbeit

Wegen der anhaltenden Trockenheit drohen derzeit erste Quellen im Schwarzwald zu versiegen. In einigen Gemeinden müssen Höfe, die zuvor teils jahrhundertelang auf eigene Quellen zurückgegriffen haben, mit Trinkwasser beliefert werden, berichtet der SWR. Immer mehr Menschen sind betroffen.
Der Seebach zwischen Feldberg und Titisee (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist bereits ausgetrocknet. Angesichts dieser Lage werden einige abgelegene Bauernhöfe und ganze Gemeinden schon bald per Tanklaster versorgt werden müssen, heißt es weiter.

Der Versorger Badenova Netze bereitet sich in Südbaden bereits auf den Notfall vor. Das Unternehmen nach SWR-Informationen für die Wasserversorgung von rund 700.000 Menschen zuständig. Sollten Quellen von der Gemeinde oder landwirtschaftlichen Betrieben versiegen, könnten Tanklaster zum Einsatz kommen, heißt es. 
Johanna Kroke

Bestatter wegen vieler Hitzetoter unter Druck

Die Hitze fordert Todesopfer – die Bestattungsinstitute in Hessen sind voll ausgelastet. „Es führt uns zwar an die Grenzen, keine Frage, und wir müssen auch gut disponieren, aber wir schaffen es, die Arbeit zu bewältigen“, sagte der Vorsitzende des Bestatterverbands Hessen, Dominik Kracheletz, der Deutschen Presse-Agentur.
In diesem Sommer kämen eine erhöhte Sterbefallquote und die Urlaubszeit in den Betrieben zusammen. Landesweite Engpässe gebe es aber nicht, sagt der Verbandschef.

In diesem heißen Sommer sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Hessen bislang rund 1.650 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Das seien schon jetzt mehr als in jedem Gesamtjahr seit 2016 und hänge vor allem mit den extrem heißen Wochen Ende Juni zusammen. 
Johanna Kroke

Sonnenfinsternis am Mittwoch – wie gut ist die Sicht? 

Auch in der neuen Woche bleibt es heiß und trocken in vielen Teilen Deutschlands – gute Voraussetzungen für die Sonnenfinsternis, die am Mittwoch zu sehen sein wird. Laut dem Deutschen Wetterdienst bleibt es an diesem besonderen Tag trocken und wolkenlos bei bis zu 34 Grad.

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.