Alle Infos in unserem Hitze-TickerAusgerechnet zum Schulstart! Hitze-Warnung im Süden Deutschlands

Hitze im Klassenzimmer
Ein Ventilator verschafft bei sommerlichen Temperaturen Abkühlung in einem Klassenzimmer einer vierten Klasse einer Grundschule. (Symbolbild)
bwe, Bernd Weißbrod/dpa, Bernd Weißbrod
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Johanna Kroke

Hitze-Warnung im Süden – ausgerechnet zum Schulstart!

In der Südhälfte Deutschlands wird der Wochenstart wieder schweißtreibend – ausgerechnet zum Schulbeginn in drei Bundesländern. Der Deutsche Wetterdienst gab für mehrere Regionen abermals eine Warnung vor Hitze heraus. Sie gilt zunächst bis 19.00 Uhr für einen Großteil der Gebiete in Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Zugleich steigt am Montag die Gefahr von Gewittern. 
 
Am Montag soll es nach Vorhersage des Wetterdienstes im Süden bis zu 36 Grad heiß werden. Lediglich im Nordwesten und Norden werden Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad erwartet. Anders als noch am Sonntag scheint zu Wochenbeginn die Sonne nicht mehr verbreitet.
Ein Niederschlagsgebiet an einer Kaltfront verlagere sich über den Nordosten nach Polen. Es könne es zu schauerartigen, teils gewittrigen Regenfälle kommen. 

Die hohen Temperaturen fallen zusammen mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Hunderttausende Schüler müssen nach sechs Wochen Pause wieder zur Schule. Mehr als eine Woche lang ruhte bundesweit der Unterricht. Bayern und Baden-Württemberg waren die letzten Bundesländer, die in die Schul-Sommerpause gingen. 
Johanna Kroke

Juni und Juli waren in Westeuropa so warm wie noch nie 

Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. In der Region, zu der auch Deutschland zählt, lag die Temperatur im Mittel bei 21,62 Grad Celsius, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. 
Philipp Petersdorff

Frau fällt bei Gewitter von Motorboot in Bodensee und stirbt

Eine Frau ist bei einem Gewitter und starkem Seegang auf dem Bodensee von einem Motorboot gefallen und ertrunken. Die 65-Jährige war am Mittwochabend mit ihrem 68-jährigen Ehemann auf dem Boot unterwegs, wie die Polizei am Donnerstag in Ravensburg mitteilte. Sie steuerten von der Schweiz aus in Richtung ihres Heimathafens auf deutscher Seite. Auf der Höhe von Kressbronn fiel die Frau vom Boot.
Wegen des hohen Wellengangs verlor der Mann sie aus den Augen und setzte einen Notruf ab. Rund 200 Einsatzkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz suchten die Frau bis nach Einbruch der Dunkelheit, allerdings ohne Erfolg.
Am Donnerstagmorgen entdeckten zwei Zeugen sie leblos im Wasser treibend am Strand von Langenargen, der Nachbargemeinde von Kressbronn.

 
Rouven Schroth

In Österreich geht das Futter aus! Bauern müssen Tiere wegen Hitze notschlachten 

Die Weiden sind braun, das Gras bleibt aus, die Futtervorräte für den Winter schrumpfen schon im Hochsommer. Besonders Rinderhalter stehen unter Druck: Damit sie die verbliebenen Tiere weiter ernähren können, verkaufen sie vor allem Schlachtkühe früher als geplant. Laut Branchenorganisation ARGE Rind kamen zuletzt rund dreimal so viele Schlachtkühe zur Vermarktung wie üblich – viele Tiere werden dabei bis zu ein Viertel billiger gehandelt.

Für die Schlachtbetriebe bedeutet das Ausnahmezustand. Die Kapazitäten beim Schlachten und Zerlegen stoßen laut ARGE Rind an Grenzen; Fleischwerke berichten ebenfalls von einem erhöhten Aufkommen durch Futter‑ und Wassermangel auf den Höfen. Das Fleisch lässt sich im Sommer nicht einfach frisch absetzen, muss gekühlt oder eingefroren werden – und jeder zusätzliche Tag im Lager kostet Energie, Platz und Geld.

Es ist nicht nur das Gras, das fehlt. Auch die Felder leiden massiv: Die Agrarmarkt Austria rechnet bei Getreide ohne Mais nur noch mit rund 2,5 Millionen Tonnen Ernte – 19 Prozent weniger als im Vorjahr und 14,4 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Der erste Teil des Jahres war im Land extrem trocken; in manchen Regionen fällt bis zur Hälfte der Heuernte aus, viele Betriebe greifen bereits auf ihr Winterfutter zurück.

Die Bauern fordern deshalb schnelle, gezielte Hilfe – etwa über den Katastrophenfonds, Unterstützung beim Futterzukauf oder Liquiditätshilfen. Gleichzeitig appelliert ARGE Rind an Händler und Schlachthöfe, Importe von Schlachtrindern vorübergehend auszusetzen: Die knappen Kapazitäten sollen zunächst den heimischen Höfen helfen. Die große Hitze‑Bilanz: Tiere werden zu früh verkauft, Bauern verlieren Einnahmen – und eine Dürre, die auf den ersten Blick nur nach verbrannter Erde aussieht, frisst sich längst durch die ganze Lebensmittelkette.

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.