Alle Infos in unserem Hitze-TickerExplosive Gefahr! Weltkriegsmunition behindert Kampf gegen Großbrand in den Niederlanden

von Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

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Wichtige Updates
Anja Blanuscha

Explosive Gefahr: Weltkriegsmunition behindert Kampf gegen Großbrand in den Niederlanden

Der verheerende Großbrand im niederländischen Naturschutzgebiet De Rosmolen nahe Oostrum hält die Einsatzkräfte weiter in Atem. Rund 100 Hektar Fläche sind bereits von den Flammen betroffen. Die Löscharbeiten gestalten sich extrem schwierig: Neben Trockenheit und Wind sorgt im Boden vermutete Weltkriegsmunition für erhebliche Gefahr. Aus Sicherheitsgründen dürfen die rund 250 Einsatzkräfte und Löschhubschrauber der Armee den Brand nur von befestigten Wegen aus bekämpfen, was das Vordringen in tiefere Waldgebiete massiv erschwert. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden bereits Brandschneisen geschlagen.

Die Auswirkungen des Feuers sind auch auf deutscher Seite deutlich spürbar: Im gesamten Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) klagen Anwohner über starken Brandgeruch. Die Feuerwehr gab über die Warn-App NINA eine Vorsorge-Meldung heraus und riet dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten, betont jedoch, dass keine unmittelbare Gefahr bestehe. Der Flughafen Weeze arbeitet normal. Auf niederländischer Seite führten die Flammen bereits zu Evakuierungen: Ein Campingplatz mit rund 300 Gästen sowie ein Tierheim in der Provinz Limburg mussten geräumt werden. Zudem wurde der Zugverkehr zwischen Boxmeer und Venray vorübergehend eingestellt. Die deutschen Feuerwehren beobachten die Situation genau und stehen für Unterstützung bereit, wurden von den niederländischen Behörden bisher aber noch nicht angefordert. 
Anja Blanuscha

Feuer in niederländischem Naturschutzgebiet breitet sich weiter aus – Campingplatz geräumt

Ein Waldbrand hat sich in einem niederländischen Naturschutzgebiet nahe der deutschen Grenze über ein Gebiet von rund hundert Hektar ausgebreitet. Hunderte Feuerwehrleute kämpften am Dienstag unterstützt von Löschhubschraubern gegen die Flammen im Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen nahe Oostrum im Südosten der Niederlande. Bis zum frühen Nachmittag war der Brand weiterhin außer Kontrolle, dichte Rauchwolken hingen über dem Gebiet in der Provinz Limburg.
Ein nahegelegener Campingplatz wurde geräumt, mehrere Straßen waren gesperrt. Den Löschmannschaften stünden "angespannte" Stunden bevor, zitierte die Nachrichtenagentur ANP einen Sprecher der Verwaltung von Limburg. Wegen wechselnder Windböen müssten sie ihren Einsatz "ständig anpassen".
ANP zufolge breiteten sich die Rauchwolken mit dem Wind Richtung Norden bis in die Nachbarprovinzen Gelderland, Overijssel und Friesland aus, auch Deutschland könne betroffen sein. Ausgebrochen war das Feuer am Montagnachmittag aus zunächst ungeklärter Ursache. 
Einsatzkräfte versuchen den Waldbrand im Naturschutzgebiet Bos bei Venlo unter Kontrolle zu bekommen.
Einsatzkräfte versuchen den Waldbrand im Naturschutzgebiet Bos bei Venlo unter Kontrolle zu bekommen. . IMAGO/Funke Foto Service
Anja Blanuscha

Wie in den Tropen: Weshalb Schwüle so unangenehm ist

Derzeit leiden besonders viele Menschen unter dem Wetter. Denn es ist häufig nicht nur heiß, sondern auch schwül. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Dienstag und Mittwoch ein teils sehr starkes "Schwüleempfinden"voraus, also die höchste Stufe. 

Um dieses Empfinden zu berechnen, schaut sich der DWD an, wie hoch die sogenannte Enthalpie ist, also das Verdunstungspotenzial an der Körperoberfläche. Es geht darum, wie gut der Schweiß verdunsten, also vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehen kann. Denn beim Verdunsten auf der Haut wird dem Körper Energie entzogen – und so gekühlt.

Ist nun, wie gerade häufig der Fall, sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit relativ hoch, dann möchte der Körper Wärme abgeben und produziert deswegen Schweiß – aber der Schweiß verdunstet nicht schnell genug. Funktioniert die körpereigene Kühlung schlecht, führt das laut DWD zu einem Wärmestau, der im Extremfall in einem lebensbedrohlichen Hitzschlag enden kann. 

Wer viel herumreist, kennt den Effekt auch aus anderen Ländern. Ist es an einem Ort, wie etwa in der Wüste, extrem trocken, fühlen sich 30 Grad möglicherweise gar nicht so schlimm an. Menschen schwitzen dann auch weniger. In den Tropen hingegen können 30 Grad sehr belastend sein. Der ganze Körper ist dann permanent von einer Schweißschicht bedeckt, die kaum verdunsten kann.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt im Übrigen auch für gute Bedingungen für Gewitter, die an solchen Tagen häufig zu beobachten sind. Tatsächlich sagt der DWD derzeit teils heftige Gewitter mit Unwettergefahr vorher. 
Anja Blanuscha

Großbrand an deutscher Grenze noch nicht unter Kontrolle 

Der Großbrand im Naturgebiet im Osten der Niederlande ist bisher nicht unter Kontrolle. Das Feuer hatte sich bis in den frühen Morgen ausgebreitet, doch die Lage sei nun stabil, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Rund 250 Feuerwehrleute und auch erneut Löschhubschrauber der Armee seien im Einsatz. 
Rund 100 Hektar seien betroffen. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher. "Der Wind hat etwas nachgelassen, das ist günstig."
Das Feuer in dem Naturgebiet De Rosmolen nahe der deutschen Grenze war am Montag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Durch Wind und hohe Temperaturen konnten sich die Flammen schnell über die Baumkronen ausbreiten.
Auch in der Nacht bekämpften Hunderte Feuerwehrleute das Feuer. Bewohner der Region wurden aufgerufen, wegen des starkes Rauchs Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Zugverkehr zwischen Boxmeer und Venray wurde zunächst stillgelegt. 

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.