Alle Infos in unserem Hitze-TickerErst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppen – und das Wetter spielt fast überall mit

Wichtig beim Blick in den Himmel ist das Tragen einer speziellen Sonnenfinsternis-Schutzbrille.
Freie Sicht auf Sonnenfinsternis UND Sternschnuppen! Hier stehen die Chancen besonders gut
Christoph Schmidt/dpa
von Rouven Schroth, Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Denise Gatzweiler

Mega-Aussichten für Himmelsgucker! Hier seht ihr Sonnenfinsternis und Sternschnuppen am besten 

Am Mittwoch und der darauffolgenden Nacht werden Himmelsbeobachter auf ihre Kosten kommen: Bei der Sonnenfinsternis und beim Sternschnuppenstrom wird es in weiten Teilen Deutschlands eine gute Sicht geben.

"Am Mittwoch haben wir weiterhin Hochdruck Einfluss", sagt Nils Damke, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). In der Nordwesthälfte Deutschlands, also in Nordrhein-Westfalen sowie in Niedersachsen, werden am Mittwoch höhere Wolkenfelder aufziehen. Bei der Sonnenfinsternis stören werden diese aber wahrscheinlich nicht, sagt Damke weiter.

Der Rest von Deutschland kann sich mit einem wolkenfreien, blauen Himmel glücklich schätzen. "Vom Wetter her eigentlich perfekt", bilanziert der Meteorologe vom DWD. Am Abend je nach Ort ab etwa 19.15 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne und sorgt für eine partielle Sonnenfinsternis. Je nach Standort werden in Deutschland rund 85 bis 90 Prozent der Sonne bedeckt sein. Das Schauspiel endet mit Sonnenuntergang.

Nur wenige Stunden später folgt der nächste Höhepunkt: Die Perseiden, ein Sternschnuppenstrom, hat sein Maximum ab etwa 23.00 Uhr. Während im äußersten Norden Wolken den Blick auf die Sternschnuppen versperren können, ist der Himmel im Rest von Deutschland frei von Wolken. Auch hier sieht Nils Damke "sehr, sehr gute Chancen, was das Wetter angeht."
Denise Gatzweiler

"Außerhalb der Löschkapazität" - verheerender Waldbrand in Andalusien breitet sich aus

Ein verheerender Waldbrand in der Provinz Huelva im Südwesten Spaniens hat sich ausgebreitet. Das Feuer wütet bereits seit Donnerstag. Die Regionalregierung von Andalusien schätzte die betroffene Fläche auf mehr als 20.000 Hektar. Das entspricht einer Fläche von 200 Quadratkilometern - etwa so groß wie das Stadtgebiet von Hannover. Unklar ist noch, wie viel Fläche davon tatsächlich den Flammen zum Opfer gefallen ist.

Das Feuer sei derzeit "außerhalb der Löschkapazität", sagte der andalusische Innenminister Antonio Sanz. Nicht wegen fehlender Mittel, sondern "aufgrund des extremen und unberechenbaren Verhaltens der Flammen", erklärte er vor Journalisten. Es gehe zunächst in erster Linie darum, "die Menschen zu schützen". Insgesamt 479 Personen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. 

In der Nähe der Kleinstadt Niebla, rund 60 Kilometer westlich von Sevilla, kämpfen unterdessen rund 600 Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen. Sie werden im hügeligen, teils schwer zugänglichen Waldgebiet zeitweilig von mehr als 20 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. In der Nacht war es nach Angaben von Feuerwehrsprechern gelungen, mit kontrolliertem Feuer und schwerem Gerät wichtige Verteidigungslinien aufzubauen.
Denise Gatzweiler

Feuerwehr kämpft gleich gegen mehrere Waldbrände in Hessen

Mehrere Waldbrände halten die Feuerwehr im Main-Kinzig-Kreis und im Rheingau-Taunus-Kreis in Atem. Dabei erschweren die hohen Temperaturen und Wind die Löscharbeiten. Die Ausdehnung der Feuer war zunächst teils unklar. 
Gleich von mehreren Waldbränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn. Örtlich könne es auch zum Herabregnen von Brandasche kommen, hieß es. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird von mehreren Brandherden ausgegangen. Die Ausdehnung des Feuers sei noch nicht abschätzbar. Auch wie der Brand ausgelöst wurde, war zunächst unklar. Am Montag herrschte laut Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes mit Ausnahme von Hessens höchstem Berg Wasserkuppe (mittlere Gefahr) hessenweit eine hohe oder sehr hohe Waldbrandgefahr. 

Über Katwarn hatte die integrierte Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises die Bevölkerung wegen des Feuers auf dem Gemeindegebiet Rodenbach gewarnt. Die Menschen wurden aufgefordert, das betroffene Gebiet möglichst zu meiden, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Zudem sollten die Zugangswege zu der Brandstelle freigehalten werden. 
Das Feuer habe sich zunächst auch in Richtung einer im Wald gelegenen Ferienhaussiedlung ausgebreitet, die jedoch auch dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr nicht von den Flammen betroffen gewesen sei, sagte der Polizeisprecher. Nach seinen Worten dauerten die Löscharbeiten zunächst an. 
Johanna Kroke

Bauern fordern mehr und schnellere Hilfen im Klimawandel

Trockenheit und Hitze setzen auch die landwirtschaftlichen Betriebe unter Druck. Der Bauernverband sieht die Politik gefordert und fordert Tempo. Foodwatch mahnt einen Umbau der Landwirtschaft an.  
Der Deutsche Bauernverband hat angesichts anhaltender Trockenheit, Hitzewellen und voraussichtlich unterdurchschnittlicher Ernten mehr und schnellere Hilfen der Politik gefordert. Die landwirtschaftlichen Betriebe bräuchten einen Instrumentenkasten, um sich dem Klimawandel gut anpassen zu können, sagte Generalsekretärin Stefanie Sabet im Morgenecho des Westdeutschen Rundfunks. Die Herausforderungen und Belastungen seien vielfältig, die Bundesregierung müsse stärker unterstützen. 
Sabet verlangte auch mehr Flexibilität der Politik. Sie nannte Innovationen in Züchtungen, eine Stärkung des Landschaftswasserhaushaltes und auch des Risikomanagements, um die Betriebe nicht so stark unter Liquiditätsdruck geraten zu lassen. Im Koalitionsvertrag seien viele Dinge vereinbart und es sei „unerklärlich“, warum die Bundesregierung in der aktuell schwierigen Lage „untätig" bleibe. Die Ertragslage sei angespannt, mitunter existenzbedrohend. 
Eine konkrete gebotene Hilfe wäre aus Sicht des Bauernverbands, wenn ein EU-Hilfsprogramm für Düngemittelversorgung mit nationalen Mitteln aufgestockt würde. Das laufe so in anderen EU-Ländern. 

Foodwatch mahnt weniger Nutztierhaltung an 

Die Verbraucherorganisation Foodwatch mahnte, der Hitzesommer solle „endlich ein Weckruf sein, unsere Landwirtschaft zukunftssicher umzubauen: weniger Nutztierhaltung, weniger Kunstdünger, weniger Pestizide." Es wäre falsch, Landwirten nur einfach mehr Geld zu geben für Kunstdünger und Diesel und immer mehr Subventionen „in das zerstörerische Agrarsystem" zu stecken, meinte Foodwatch. Die steigenden Temperaturen drohten, die Preise für Lebensmittel klettern zu lassen, wie aus der Klimaforschung schon seit Langem gewarnt werde.

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.