Brücken-Anlage war gar nicht genehmigt Rope-Jumping-Unfall in Brasilien – Maria stürzte für 30 Euro in den Tod
Der Sprung hätte gar nicht stattfinden dürfen!
Maria Eduarda Rodrigues de Freitas zahlte umgerechnet rund 30 Euro für das Abenteuer, das sie ihr Leben kostete. Helfer hatten vergessen, sie an einem Sicherungsseil zu befestigen. Jetzt kommt heraus: Die ganze Sprunganlage auf einer ehemaligen Autobahn-Brücke war gar nicht genehmigt.
Behörden hatten die Sprünge nicht erlaubt
Bei dem schrecklichen Rope-Jumping-Unfall in Brasilien verlor Maria Eduarda Rodrigues de Freitas ihr Leben, weil sie nicht mit einem entscheidenden Seil gesichert war. Jetzt kommen neue Details aus Brasilien ans Tageslicht, die brisant sind. Wie das brasilianische Nachrichtenportal Globo berichtet, soll das Rope Jumping an der Ponte do Esqueleto, der sogenannten Skelettbrücke, nie genehmigt gewesen sein. Die Brücke steht unter Verwaltung der Bundesregierung. Das zuständige Sekretariat erklärte laut Globo, man habe dort keine Aktivitäten erlaubt. Auch die Stadt Limeira betont demnach, dass Aktionen an diesem Ort schon immer verboten gewesen seien.
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Trotzdem verlangte die Gruppe, die hinter den Sprüngen steht, 180 Reais pro Sprung. Umgerechnet sind das 30 Euro. Rund 100 Menschen sollen sich am Morgen des Unglücks an der 40 Meter hohen Brücke versammelt haben. Laut Globo hatte die Gruppe noch weitere Termine geplant.
Was passierte mit Marias Kamera?
Ein weiteres Detail wirft Fragen auf. Maria soll beim Sprung eine Kamera bei sich getragen haben. Nach dem Sturz sei diese Kamera verschwunden, heißt es in dem brasilianischen Bericht. Ein Zeuge schildert gegenüber EPTV, einem Ableger von TV Globo, er habe gesehen, wie ein Mitglied des Teams die GoPro von der bereits am Boden liegenden 21-Jährigen entfernt habe. Ob aus Sorge um die Ausrüstung oder um eventuelle Fehler zu verdecken, ist bisher unklar. Die drei festgenommenen Männer sollen nicht erklären können, wie es zu dem fatalen Fehler kommen konnte.

Behörden wollen die Brücke jetzt dichtmachen
Nach Marias Tod prüfen die Behörden nun harte Schritte. Laut Globo erwägt die brasilianische Bundesregierung sogar den Abriss der stillgelegten Brücke. Bis dahin sollen Zugänge blockiert, Warnschilder aufgestellt und physische Absperrungen errichtet werden. Für Maria Eduarda Rodrigues de Freitas kommt all das zu spät. (tbe)
Verwendete Quelle: TV Globo


